on on on
©
BÄKO-magazin Titel E-Paper Ausgabe 6-26
Verbände

Bäckerhandwerk im Austausch

Bäcker aus Griechenland informierten sich bei ihrem zehntägigen Besuch in Deutschland über Arbeitsumfeld und Arbeitsweisen deutscher Kollegen bei Innungsbäckern, Bio-Bäckern sowie großen Filialisten.

Sie wollten zudem Einblick in das deutsche Ausbildungssystem gewinnen und in Erfahrung bringen, mit welchen aktuellen Herausforderungen sich das deutsche Bäckerhandwerk beschäftigt, sowie Impulse und Inspiration für die Arbeit in Griechenland gewinnen. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. hat die Gelegenheit genutzt und die Kollegen zum persönlichen Austausch eingeladen. Fazit der fachlichen Diskussion auf Augenhöhe: Die Branche ist ähnlich strukturiert; Grundsatzthemen wie Nachwuchsförderung, Preisdiskussionen und gesetzliche Anforderungen an das Handwerk stehen bei beiden Verbänden ganz oben auf der Agenda. Der geknüpfte Kontakt soll in Zukunft intensiviert werden, so der klare Wunsch auf beiden Seiten. Erste Einladungen zu Fachmessen sind ausgesprochen und gemeinsame, grenzübergreifende Projekte angestoßen worden. Beim Treffen in Berlin war von der ersten Minute jedoch nicht nur ein fachlicher Gleichklang unter Kollegen vorhanden, sondern eine Herzlichkeit und Inspiration zu spüren, von der die Kommunikation zwischen den Kulturen geprägt war. Der Besuch war für beide Seiten ein Gewinn und eine große Inspirationsquelle für den Berufsalltag.
Fachliches hohes Niveau
Geeignete und engagierte Nachwuchskräfte zu finden, fachlich auf hohem Niveau auszubilden und nachhaltig an das Bäckerhandwerk zu binden, stellt in beiden Ländern eine der größten Herausforderungen für die Branche dar. Auch in Griechenland kann die Ausbildung im Betrieb nur von einem Meister durchgeführt werden. So wird das fachliche Niveau, ebenso wie in Deutschland, garantiert.
Der Zentralverband informierte ausführlich über das Aus- und Weiterbildungssystem in Deutschland und zeigte Möglichkeiten auf, wie sich interessierte Bäcker zusätzliches Know-how bei den Akademien des Bäckerhandwerks aneignen könnten. Interessant war für beide Seiten auch der Austausch über die Vorlieben von Verbrauchern in den Ländern. Während Deutschland mit seiner unglaublichen Vielfalt an Brotsorten punktet, die von den Verbrauchern im In- und Ausland sehr geschätzt wird, sind die Griechen im Bereich der süßen Backwaren bestens aufgestellt. Griechische Verbraucher sind grundsätzlich sehr probierfreudig und immer auf der Suche nach neuen, süßen Plätzchen; sie bevorzugen im Brotbereich jedoch eher kräftige Varianten. 

Bäcker
Irina Strelnikova_iStockGetty Images-1338878194

Marktplatz Digital

Das könnte Sie auch interessieren

Bäcker Sven Mostegl mit Familie bei Caféeröffnung
Das Bild zeigt eine Teilnehmerin des Projekts an einem der Präsentationsstände, während sie die Produkte mit Kapuzinerkresse-Gel finalisiert.
LIM Jürgen Hinkelmann, NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen und LIM Jörg von Polheim zeigen unterschiedliche regionale Brotsorten.
Deloris und Michael Wippler stehen im Kreis der Gratulanten ZDH-Präsident Jörg Dittrich, OM Rico Uhlig, LIM Stefan Richter sowie Landtagspräsident Alexander Dierk. Michael Wippler hält den ihm verliehenen Goldenen Meisterbrief in den Händen.