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Insbesondere die Gastronomie ist von der Pandemie gebeutelt. (Foto: StockSnap/pixabay 2016)
Branche aktuell

Erhöhtes Insolvenzrisiko

Laut einer aktuellen Studie steigt die Zahl der insolvenzgefährdeten Gastronomie-Unternehmen in der Corona-Pandemie um 30,8%.

Die Gastronomie ist eine von den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus am härtesten betroffenen Branchen. Eine aktuelle Analyse des Informationsdienstleisters CRIF zeigt nun, dass die Folgen der Pandemie das Insolvenzrisiko in der Gastronomiebranche deutlich erhöht haben. Derzeit gelten laut Auswertung 16.567 Restaurants, Gaststätten, Imbisse und Cafés in Deutschland als insolvenzgefährdet (Stand Januar 2022). Das sind 16,2% der analysierten Betriebe. Im Januar 2020 – vor der Corona-Pandemie – lag die Zahl insolvenzgefährdeter Gastronomiefirmen bei 12.662, das entspricht einem Anteil von 12,4% Im Vergleich zum Januar 2020 ist die Zahl der finanzschwachen und damit insolvenzgefährdeten Gastronomieunternehmen im Januar 2022 um 30,8% angestiegen.
Blick auf regionale Zahlen
Ein Blick auf die regionalen Zahlen zeigt, dass das Insolvenzrisiko bei Unternehmen aus der Gastronomie in allen Bundesländern angestiegen ist. Besonders deutlich in Bremen (plus 61,2%), Hamburg (plus 39,9%), Berlin (plus 37,6%) und im Saarland (plus 36,8%).
Absolute Insolvenzzahlen
Die absoluten Insolvenzzahlen in der Gastronomie waren in den Krisenjahren 2020 und 2021 hingegen rückläufig. So mussten 2020 1.640 Gastronomieunternehmen eine Insolvenz anmelden. Dies entspricht einem Minus von 19,6% im Vergleich zum Jahr 2019. 2021 waren es 1.456 Gastronomie-Insolvenzen und damit 11,2% weniger als 2020. Hauptursache für die geringe Zahl an Insolvenzen sei die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Kombination mit den zahlreichen Hilfspaketen für die Unternehmen.

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