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Aus- & Weiterbildung

Zukunft der Müller

Jüngst beendeten 43 Auszubildende mit der Freisprechung ihre Lehrzeit in Wittingen. Zuvor hatten 36 Azubis der Stuttgarter Müllerschule die Ausbildung zur Müllerin beziehungsweise zum Müller feierlich abgeschlossen.

Insgesamt wurden in diesem Jahr vier Müllerinnen und 75 Müller in den Beruf entlassen – mit blendenden Berufsaussichten. Die Wittinger Feierstunde eröffnete Andreas Bolte vom Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS in Berlin. In seiner Rede wies er auf die Bedeutung der Ausbildung für die deutsche Mühlenwirtschaft hin: „Die Ausbildung ist zentrales Verbandsthema. Qualifizierte Mitarbeiter sind der Garant für die hohen Qualitätsstandards in den Mühlenbetrieben.“ Er gratulierte den Gesellinnen und Gesellen zu ihren sehr guten Leistungen und dankte Lehrern, Prüfern und Ausbildungsbetrieben für ihr Engagement. Die Absolventen lud er ein, sich an der Nachwuchsgewinnung aktiv zu beteiligen und fleißig für den spannenden und zukunftssicheren Beruf zu werben. Danach gratulierte Carsten Melchert, Leiter der berufsbildenden Schulen II des Landkreises Gifhorn den „Junggesellinnen und -gesellen“.
Daniela Hedder überbrachte die Grüße von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und Jens Kersten, Leiter der Müllerschule Wittingen erinnerte seine Azubis – denn freigesprochen waren sie noch nicht – daran, dass das Lernen mit der Abschlussprüfung nicht vorbei sei. Nach den Grußworten wurden die Schüler mit den besten Schulnoten von Paul Wessling von der Müllereipensionskasse geehrt. In diesem Jahr gingen die Preise an Dennis Beuting von der Hemelter Mühle in Rheine, Moritz Hartmann von Harries GmbH in Stuhr, Tino Grabowski von der Bühler GmbH in Braunschweig und Robert Kümmel von Gebr. Kümmel in Vetschau. Das „goldene Weizenkorn“ der Müllerschule, das für die beste Gesamtleistung vergeben wird, ging an Tino Grabowski und Robert Kümmel. Anschließend sprach Hubertus Nitzschke, Leiter der Prüfungskommission in Wittingen, die Gesellen mit drei Hammerschlägen frei.
Freisprechung der Stuttgarter Gesellinnen und Gesellen in Denkendorf
In Denkendorf eröffnete Andreas Kofler vom baden-württembergischen Müllerbund den Festakt für die Stuttgarter Gesellen. Die Prüfungsvorsitzende Sabine Häusle verabschiedete zusammen mit Stefan Gräber, Jochen Köber und dem stellvertretenden Schulleiter der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau, Andreas Baitinger, zwei Gesellinnen und 34 Gesellen. Andreas Baitinger motivierte die Prüflinge sich weiterzubilden und auch im Beruf weiter an die Zukunft zu denken: Vielfältige Möglichkeiten stehen den jungen Müllern offen, nicht nur in Deutschland, auch weltweit. Paul Wessling würdigte die ausgezeichneten Schulleistungen über die gesamte dreijährige Ausbildungszeit und überreichte als Anerkennung Geldpreise der Müllerei-Pensionskasse an Christine Grillitsch von der Porta-Mühle GmbH & Co.KG, Moritz Mühlbauer von Roland Mills United in Bremen und Nina Beck von der Cerealien Bischheim GmbH. Die Auszeichnungen für die Jahrgangsbesten gingen in aufsteigender Reihenfolge an Christine Grillitsch, Thomas Sagberger von der Ellermühle in Landshut und Nina Beck. Im Kreis von Familienangehörigen und Freunden, Vertretern aus den Ausbildungsbetrieben und Lehrern wurden die Abschlusszeugnisse und Gesellenbriefe an die frischgebackenen Müller überreicht.
MühlenMasters im Oktober in Baden-Württemberg
Bereits im Oktober werden sich die Jahrgangsbesten wiedersehen: Dann findet das MühlenMasters 2018 statt: Dabei messen sich Müllerkollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, um die Besten im deutschsprachigen Raum zu küren. In diesem Jahr wird der Wettbewerb in der Frießinger Mühle in Bad Wimpfen ausgetragen.
Auch für neue Auszubildende ist gesorgt: Die Anmeldungen für das kommende Schuljahr laufen bereits auf Hochtouren. Derzeit liegen schon über 70 Bewerbungen bei den beiden Schulen vor. Und der Anmeldezeitraum läuft noch bis Ende des Jahres. Andreas Bolte ist optimistisch, dass es für das neue Ausbildungsjahr mindestens 85 Azubis werden.
Die berufliche Zukunft der Müllerinnen und Müller sieht bestens aus. Allein aus dem Ausbildungsjahrgang in Stuttgart werden neun Gesellen direkt eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker anschließen, einen Gesellen zieht es in die Welt. 31 der 36 Prüflinge werden weiter in ihrem Ausbildungsbetrieb arbeiten. „Arbeitslose Müller gibt es nicht“, bestätigt auch Andreas Bolte vom Verband.

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