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Die Einlagerung von Getreide nach Vorbild der Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IAEA) stößt beim Verband Deutscher Mühlen (VDM) auf Kritik.
© Die Einlagerung von Getreide nach Vorbild der Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IAEA) stößt beim Verband Deutscher Mühlen (VDM) auf Kritik. „Wird wie beabsichtigt Getreide von den G 8-Staaten eingelagert, führt dies zu einer weiteren Verknappung der weltweiten Bestände und damit angesichts niedriger Vorräte zu Preissteigerungen“, erklärt VDM-Geschäftsführer Manfred Weizbauer. Die G 8-Staaten überlegen, in jedem Land eine bestimmte Menge an Getreide vorzuhalten. Auf diese Weise wollen die Regierungen bei künftigen Preiskrisen marktregulierend eingreifen.Größere Läger bringen nichts Der VDM begrüßt es, dass die steigenden Lebensmittelpreise eines der wichtigsten Themen beim diesjährigen Treffen der führenden Wirtschaftsnationen waren. Gegen den Anstieg der Getreidepreise könne laut VDM ein vergrößerter Lagerbestand auch nichts ausrichten.Sinnvoller als die Einlagerung von Getreide ist nach Ansicht des VDM die Vorratshaltung von weiterverarbeiteten Nahrungsmitteln, wie Mehl. Damit ließen sich entstehende Versorgungsengpässe, etwa bei zunehmender Nutzungskonkurrenz um Getreide für Nahrungsmittel- oder Energiezwecke, abfedern. Getreideläger als Preisinstrumente zu etablieren, sei hingegen nicht sinnvoll.
BÄKO-magazin Titel Ausgabe 9_26
Verbände

Getreideläger sind kein Preisinstrument

Die Einlagerung von Getreide nach Vorbild der Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IAEA) stößt beim Verband Deutscher Mühlen (VDM) auf Kritik.

Die Einlagerung von Getreide nach Vorbild der Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IAEA) stößt beim Verband Deutscher Mühlen (VDM) auf Kritik. „Wird wie beabsichtigt Getreide von den G 8-Staaten eingelagert, führt dies zu einer weiteren Verknappung der weltweiten Bestände und damit angesichts niedriger Vorräte zu Preissteigerungen“, erklärt VDM-Geschäftsführer Manfred Weizbauer. Die G 8-Staaten überlegen, in jedem Land eine bestimmte Menge an Getreide vorzuhalten. Auf diese Weise wollen die Regierungen bei künftigen Preiskrisen marktregulierend eingreifen.Größere Läger bringen nichts Der VDM begrüßt es, dass die steigenden Lebensmittelpreise eines der wichtigsten Themen beim diesjährigen Treffen der führenden Wirtschaftsnationen waren. Gegen den Anstieg der Getreidepreise könne laut VDM ein vergrößerter Lagerbestand auch nichts ausrichten.Sinnvoller als die Einlagerung von Getreide ist nach Ansicht des VDM die Vorratshaltung von weiterverarbeiteten Nahrungsmitteln, wie Mehl. Damit ließen sich entstehende Versorgungsengpässe, etwa bei zunehmender Nutzungskonkurrenz um Getreide für Nahrungsmittel- oder Energiezwecke, abfedern. Getreideläger als Preisinstrumente zu etablieren, sei hingegen nicht sinnvoll.

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