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Ein Blick auf die weibliche Führung zum Weltfrauentag am 8. März. (Symbolbild: nattanan23/pixabay 2017)
Marktforschung

Blick auf weibliche Führung

Anlässlich des Weltfrauentags wurde den Anteil von Frauen in 2,5 Mio. Führungspositionen untersucht. Eine Kernaussage dabei: Von Frauen geführte Unternehmen sind hinsichtlich Bonität und Zahlungsfähigkeit besser aufgestellt.

Die Frauenquote in Führungspositionen liegt in Deutschland derzeit bei 24,1%. Dies zeigt eine anlässlich des Weltfrauentags am 8. März veröffentlichte Auswertung des Informationsdienstleisters CRIF von knapp 2,5 Mio. Führungspositionen in 1,2 Mio. Unternehmen. Im März 2021 lag die Quote mit 24,6% etwas höher. Beim Thema Frauenquote nehmen die ostdeutschen Bundesländer nach wie vor eine Vorreiterrolle ein.
Von kleinen Firmen bis Großunternehmen
Bei steigender Unternehmensgröße nimmt der durchschnittliche Anteil von Frauen in Spitzenpositionen kontinuierlich ab und steigt dann bei den Großunternehmen wieder an. Während in kleinen Firmen mit bis zu zehn Mitarbeitern mehr als jede vierte Führungskraft eine Frau ist (27,6%), sinkt die Chefinnenquote bei 101-bis-500-Mitarbeiter-Unternehmen auf 12,3%. Bei Großunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern liegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei 16,9%.
Ähnlich verhält sich die Frauenquote in Unternehmen hinsichtlich des Kriteriums Umsatz. Den höchsten Frauenanteil in Führungspositionen haben Firmen mit einem Umsatz unter einer Million Euro (25,9%). Bei Unternehmen mit mehr als 100 Mio. Umsatz liegt die Frauenquote in Führungspositionen auf 12,4%.
Insolvenzrisiko niedriger
Hinsichtlich der Bonität und Zahlungsfähigkeit sind frauengeführte Unternehmen hingegend führend. Bei Unternehmen mit lediglich Frauen auf Entscheiderebene ist das Insolvenzrisiko niedriger, als bei Unternehmen, die ausschließlich von Männern geführt werden. Hier liegt der Anteil der finanzschwachen Unternehmen bei 7,3%. Der Anteil insolvenzgefährdeter Unternehmen, die von Männern geführt werden liegt hingegen bei 8,9%
Darüber hinaus hat CRIF die Unternehmen hinsichtlich des Bonitätsindex und der Geschlechter-Unterschiede untersucht. Bei Unternehmen, die von Männern geführt werden, liegt der durchschnittliche Bonitätsindex bei 2,55. Mit einem Durchschnitt von 2,47 ist dieser auch bei den von Frauen geführten Unternehmen niedriger, wobei ein niedrigerer Bonitätsindex eine niedrigere Ausfallwahrscheinlichkeit prognostiziert und damit positiver zu interpretieren ist.

Studie

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