Zwei Tage voller Kreativität, Präzision und Leidenschaft in der Städtischen Meisterschule für das Konditoren- und Bäckerhandwerk München: Unter dem Motto „LandLeben“ entstanden in präziser Handarbeit aufwendige Schaustücke, feine Pralinen, Kleintorten, süße Fours und handmodellierte Figuren. Eröffnet wurde der Abend von Bettina Schliephake-Burchardt, Präsidentin des Deutschen Konditorenbundes (DKB), die sich ab der großen Resonanz begeistert zeigte. Sie betonte, wie sehr sie sich über das Engagement und die Leidenschaft der Teilnehmenden freue und wie wichtig solche Wettbewerbe für die Zukunft des Handwerks seien. „Das Konditorenhandwerk lebt von Kreativität, Präzision und Herzblut und all das war hier in München in jeder Arbeit zu spüren“, sagte sie.
Schulleiter Theo Albrecht schloss sich mit bewegenden Worten an. Er zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Arbeiten und dem Teamgeist unter den Teilnehmenden: „Ich habe keinen Konkurrenzkampf erlebt, sondern ein echtes Miteinander. Darauf können wir alle stolz sein. Seien Sie stolz auf Ihr Handwerk und tragen Sie diesen Stolz nach außen.“
Höchstes Niveau und große Leidenschaft
An zwei intensiven Wettbewerbstagen zeigten die Teilnehmenden ihr handwerkliches Können auf höchstem Niveau. In insgesamt elf Arbeitsstunden wurden unter dem Motto „LandLeben“ Pralinen, Kleintorten, Figuren und Schaustücke gefertigt – bewertet nach Geschmack, Optik, Kreativität, Hygiene und Organisation. Für die Bewertung verantwortlich war eine Fachjury unter der Leitung von Christian Böckeler. Ihr gehörten Caroline Vogel, Christine Jung, Christine Scholz, Johannes Becker, Mario Paul und Oliver Rambold an. „Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Leidenschaft und Fairness die jungen Konditorinnen und Konditoren gearbeitet haben“, sagte Böckeler. „Diese Generation bringt frischen Wind, Mut und unglaubliche Kreativität in unser Handwerk.“
Durch den Abend führten Konditormeisterin Theresa de Silva und Bundeslehrlingswart Konditormeister Johannes Becker, die den Wettbewerb mit viel Charme, Witz und persönlichem Engagement moderierten. Beide dankten dem Organisationsteam und allen Beteiligten für ihre Unterstützung und die reibungslose Durchführung.
Die Siegerinnen und Sieger 2025
Vor großem Publikum aus Familien, Freunden und Kollegen wurden schließlich die Preisträger der Deutschen Meisterschaft im Konditorenhandwerk 2025 durch das Moderatorenpaar bekanntgegeben.
Benedikt Hardieß aus Rheinland-Pfalz, ausgebildet in der Konditorei Café Baumann in Koblenz, setzte sich in einem äußerst engen Finale gegen seine Mitstreiterinnen durch und wurde zum Bundessieger im diesjährigen Wettbewerb gekürt. Zwischen ihm und der Zweitplatzierten lag weniger als ein Punkt – ein Beweis dafür, wie hoch das Niveau in diesem Jahr war. Lara Riedmair aus Bayern, die im Familienbetrieb Ludwig Riedmair GmbH gelernt hat, überzeugte mit einem beeindruckenden Zusammenspiel aus handwerklicher Präzision, Ästhetik und Kreativität. Mit ihrem zweiten Platz sicherte sie sich zugleich die Qualifikation für die WorldSkills 2026 in Shanghai, bei denen sie Deutschland im Konditorenhandwerk vertreten wird. Der dritte Platz ging an Fiona Sophia Döller aus Mecklenburg-Vorpommern, ausgebildet in der Classic Conditorei GmbH. Sie begeisterte mit liebevoller Detailarbeit, stimmiger Komposition und einer besonders feinsinnigen Interpretation des Themas „LandLeben“. Mit ihrem Erfolg schreibt sie Geschichte und steht als erste Teilnehmerin aus Mecklenburg-Vorpommern auf der Siegertreppe des Wettbewerbs.
Im Bereich Fachverkauf im Konditorenhandwerk wurde Shoista Ismatuloeva aus Bayern, ausgebildet bei Max Rischart’s Backhaus KG in München, als Bundessiegerin 2025 geehrt. Sie überzeugte mit Fachwissen, Organisationstalent und einem authentischen, herzlichen Auftreten.










