Die Siegerin überzeugte die Jury mit einem Konzept, das modernen Charakter mit tiefem Bezug zu Ursprung, Heimat und persönlichem Geschmack verbindet. Ihre Kreationen reichten von einer Schnittpraline inspiriert von Baileys Coffee und einer Formpraline nach Art eines Sarti Spritz über ihre Dressierpraline mit dem Namen „Apfelkuchen 2.0“ bis hin zu den Travelcakes „Omas Schmuckstück“ und „Opas Goldstück“. Mit dem Eis „Himbeer trifft Matcha“ und dem Schokoriegel „Wibele, Quitte, Sonnenblumenkerne“ bewies sie zudem, wie weit die Bandbreite ihres Handwerks reicht und welch starken Einfluss ihre schwäbische Heimat auf ihre Kreationen hat.
Den zweiten Platz belegte Géna Junghans aus Berlin, Gründerin von „Ganache Berlin“, mit einem Konzept unter dem Motto „Klassische Farben, moderne Techniken“. Ihre Kreationen – darunter ein veganes glutenfreies Cannélé mit dem Namen „Pekassion“, ein Travelcake mit Aprikose und Haselnuss sowie ein Schokoriegel mit Popcorn und Salzkaramell – zeigten eine konsequente handwerkliche Linie mit eigenem Charakter. Den dritten Platz sicherte sich Vanessa Kühnemund, Konditorin im „Der Kuchenladen“ in Berlin, mit einem veganen Konzept. Ein Reisekuchen mit Yuzu und Pistazie, eine Schnittpraline mit Blutorange und Olive sowie ein Pfirsich-Sekt-Riegel mit Himbeer standen für ihre klare, moderne Positionierung innerhalb des Wettbewerbs.
Als weitere Teilnehmerinnen bereicherten Jule Albrecht aus Essen, Emely Swienty aus Idstein, Gina von der Weth aus Heidelberg und Jennifer Zitzke aus Merkendorf mit ihren Spitzenleistungen, bei dem auch diesmal wieder viel „Liebe, Herzblut und Schweiß“ gefragt waren, wie Moderatorin Johanna Krimm vom Veranstalter CondiCreativClub betonte.
Eingestellt auf die Trends
Das Wettbewerbsthema „Konditorei im Wandel“ war sehr bewusst gewählt, denn die Endkonsumenten orientieren sich zunehmend an fett- und zuckerärmeren, aber dennoch genussvollen Alternativen – befeuert durch Diskussionen um den Zucker- und Fettgehalt in Lebensmitteln, den Longevity-Trend und weitere gesundheitsbezogene Entwicklungen. Die sechs Wettbewerbsdisziplinen – Schaustück, Showtorte, Eis am Stiel, Reisekuchen, Pralinen und Schokoladenriegel inklusive Marketingkonzept – sollten zeigen, wie das Handwerk darauf reagiert.
Der Titel „Konditor/in des Jahres“ wird seit 2022 alle zwei Jahre vom CondiCreativClub ausgetragen und steht unter der Schirmherrschaft des Deutschen Konditorenbunds steht. In dem Wettbewerb messen sich einige der besten Talente Deutschlands in mehreren handwerklichen und kreativen Disziplinen. Als besondere Aufgabe wartete in diesem Jahr die Herstellung eines „Reisekuchens“ (Travelcake, Gâteau de voyage) in frei wählbarer Form auf die Teilnehmenden. Die Räumlichkeiten für den dreitägigen Wettkampf stellten die Konditoreninnung Berlin und ihre Akademie zur Verfügung.










