Die neue Verpackungsordnung der EU und die ebenfalls EU-weite künftige Einschränkung der Dauerbeköderung mit Rodentiziden sind zwei der Themen, die der Mitteldeutsche Bäckerinnungsverband verstärkt für seine Mitglieder begleiten soll. Durch EU-Verordnungen wie jener, die ab August den Einsatz von Verpackungen mit PFAS (so genannten Ewigkeitschemikalien) im Lebensmittelbereich untersagt, sowie durch den Fachkräftemangel sowie die Nachwuchsgewinnung sehen sie sich derzeit vor allem unter Druck gesetzt. Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Innung unter den Teilnehmenden ihrer ersten Jahresmitgliederversammlung. Zudem beschrieb Landesinnungsmeister Stefan Richter in seinem Jahresbericht die Nutzung von KI und Robotik in einer Art und Weise, die die menschliche und unternehmerische Individualität nicht infrage stellt, als Herausforderung.
Gelungener Branchenaustausch
Erst zum Jahresbeginn hatte der Verband, hinter dem rund 550 Betriebe in Sachsen und Thüringen stehen, offiziell die Arbeit aufgenommen. 2025 hatten sich die Mitglieder auf die Fusion der Landesinnungsverbände aus Thüringen und Sachsen geeinigt. Von den rund 60 Delegierten war rund die Hälfte am 7. Juni nach Leipzig gereist, darunter zahlreiche Bäckermeister, Mitarbeiter der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen wie Schulleiter André Bernatzky und die Geschäftsleiter der BÄKO Ost, Dr. Daniel Linke, und der BÄKO Mitteldeutschland, Michael Wiedemann. Impulsvorträge spannen den Bogen von den Wurzeln, etwa der wiederauflebenden Walz, bis zur Zukunft des Bäckerhandwerks, etwa hinsichtlich sinnvoller KI-Anwendung im Unternehmen zum Wissensmanagement.










