Das Führungsteam des DKB besteht neben der als „Betty“ (u.a. aus der Fernsehshow „Das große Backen“) bekannten Konditorin aus Hamburg aus ihrem Stellvertreter Michael Wiecker (Wernigerode) und die Präsidiumsmitgliedern Thomas Eckhardt (Ulm), Tobias Menge (Berlin), Dirk Sternemann (Recklinghausen) und Jörg Tapper (Norden). Neu in das Gremium gewählt wurde anstelle des ausscheidenden Franz Wenninger (Landshut) der Nürnberger Martin Rößler, bekannt als Inhaber des Café Beer und als Aufsichtsratsvorsitzender der BÄKO Franken Oberbayern-Nord. Auch Johannes Becker (Keltern) wurde erneut bestätigt in der schwierigen, aber so wichtigen Position des Lehrlingswarts, kündigte aber an, sich nach Ablauf der fünfjährigen Amtszeit zurückziehen zu wollen. Das Amt des Geschäftsführers übt auch weiterhin Gerhard Schenk aus.
Politischen Einfluss steigern
„Ich freue mich auf die Zeit, die kommt. Gestärkt und gemeinsam schaffen wir das!“, unterstrich die erste Frau an der Spitze des DKB die Aufbruchsstimmung und das starke Gemeinschaftsgefühl, an dem sie nach übereinstimmender Meinung maßgeblichen Anteil hat. Ihre TV-Popularität will sie auch weiterhin in die Waagschale werfen, um dem Konditorenhandwerk mehr Sichtbarkeit und politischen Einfluss zu sichern. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit anderen Gewerken des Lebensmittelhandwerks, so etwa bei der Neugestaltung der Ausbildungs-Verordnung, bei der eine enge Zusammenarbeit mit dem Bäckerhandwerk stattfindet.
Denn die Herausforderungen sind groß, wie auch der Gastvortrag von Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handerks, deutlich machte. Berufliche Bildung, die Finanzierung der Sozialversicherung, Bürokratieabbau, eine Entlastung bei den Energiekosten und bei der Steuergesetzgebung sind vordringliche Anliegen, die der ZDH auch gegenüber der Bundesregierung geltend macht. Und: Einem leichten Umsatzanstieg und einem Höchststand an Fachbetrieben stand im Konditorenhandwerk zuletzt ein Rückgang an Arbeitsplätzen gegenüber, der Besorgnis erregt. Der DKB will seine 728 Mitglieder u.a. durch intensivere Kommunikation nach außen und innen, vor allem rund um anstehende Wettbewerbe und über Soziale Medien, unterstützen, die Ausbildung fördern und den Wert der Gemeinschaft stärker hervorheben: „Der Kollege ist nicht Feind, sondern Verbündeter!“, hob die Präsidentin hervor. Kontrovers diskutiert wurde die Frage, ob sich das Konditorenhandwerk durch ein Gütesiegel o.Ä. von Seiteneinsteigern und Franchisenehmern abgrenzen sollte.
Blicke über den Tellerrand
Eingebettet war die Mitgliederversammlung in den diesjährigen „Konditoren Summit“, der im Berliner „Radialsystem“ zahlreiche Konditoreiunternehmer, Nachwuchskräfte und Partner des Konditorenhandwerks zu einem hochkarätigen Vortragsprogramm mit Themen wie KI, Markenbildung, Hospitality und Blicken auf andere Branchen (Systemgastronomie, Luxuskaufhaus) versammelte. Intensives und genussvolles Networking über die Grenzen des eigenen Gewerks hinaus rundete das Treffen effektiv ab – so waren sowohl die deutschen Innungsbäcker als auch die Fleischer mit Informationsständen und vielköpfigen Teams vertreten. Unterstützer und Sponsoren wie u.a. die BÄKO, Dirafrost, Lubeca, Martin Braun und SIGNAL IDUNA informierten die Teilnehmenden über spannende neue Produkte und Konzepte.
Joachim Habiger wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung die Silberne Ehrennadel des DKB für seine ehrenamtlichen Verdienste rund um Ausbildung und Leistungswettbewerbe im Konditorenhandwerk verliehen. Wichtige anstehende Termine sind die Deutsche Meisterschaft im November (erstmals mit Speed-Wettbewerb) und die EuroSkills in Düsseldorf 2027.












