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Die Ehrengäste aus der Politik durften sich in das Verbandstagsbuch eintragen; (v.l.) LIM Günter Wagner, Staatsminister Albert Füracker sowie der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer.
© LIV Bayern
Staatsminister Albert Füracker trägt sich in das Verbandstagsbuch ein. An seiner Seite stehen LIM Günter Wagner und Bundesminister Alois Rainer.
BÄKO-magazin Ausgabe 5-26 Titelblatt
Verbände

Klare Positionen

Die Verbandstage des bayerischen Bäckerhandwerks vom 25. bis 26. April 2026 in Neumarkt (Oberpfalz) verbanden fachlichen Austausch, politischen Dialog und kollegiales Miteinander. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen.

Der Landesinnungsverband (LIV) für das bayerische Bäckerhandwerk und die Neumarkter Bäckerinnung hatten am 25. und 26. April 2026 Bäckerinnen und Bäcker aus ganz Bayern zu den diesjährigen Verbandstagen nach Neumarkt (Oberpfalz) eingeladen. Die Veranstaltung bot eine gelungene Mischung aus fachlichem Austausch, politischem Dialog und geselligem Miteinander. Organisiert wurden die Verbandstage von LIV-Geschäftsführer (GF) Stephan Kopp, Gabriele Hobmaier, Peter Schuck, Walter Gossmann sowie der Obermeisterin der Neumarkter Bäcker Stefanie Lehmeier gemeinsam mit Stellvertreterin Gertraud Straubmeier, GF Patrick Brandl und der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft Neumarkt.

 

Abwechslungsreiches Kulturprogramm

Der Samstag begann mit dem ersten Teil der Mitgliederversammlung. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn hieß die Teilnehmer herzlich willkommen und hob die Bedeutung des Bäckerhandwerks für die Region und darüber hinaus hervor. Im Anschluss stand ein breites Rahmenprogramm zur Auswahl: Stadtführungen durch die historische Altstadt sowie Besuche des renommierten Maybach-Museums und des Weißwurst-Museums boten interessante Einblicke und rundeten das Tagesprogramm ab. Am Abend folgte ein festlicher Höhepunkt: Beim Festabend kamen die Gäste in entspannter Atmosphäre zusammen. Musik, Tanz und Zauberei sorgten für beste Stimmung und stärkten den kollegialen Zusammenhalt innerhalb des bayerischen Bäckerhandwerks.

 

Anliegen wirksam vertreten

Der Sonntag begann traditionsgemäß mit dem „Weckruf“ der Werkvolkkapelle Neumarkt, der die Teilnehmer auf den zweiten Veranstaltungstag einstimmte. Nach Grußworten von Landesinnungsmeister (LIM) Günter Wagner, Landrat Willibald Gailler, Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sowie einer Festrede durch den bayerischen Finanzminister Albert Füracker wurde der Fokus auf aktuelle Herausforderungen und Perspektiven des Bäckerhandwerks gelegt. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Handwerk stand das Thema „Interessenvertretung und Lobbyarbeit“ im Fokus. Es wurde unter der Moderation des BR-Reporters Tilmann Schöberl besprochen, wie das Bäckerhandwerk seine Interessen in einem zunehmend komplexen politischen Umfeld wirksam vertreten kann. Deutlich wurde, dass insbesondere kleinere und mittelständische Betriebe häufig vor der Herausforderung stehen, ihre Anliegen gegenüber politischen Entscheidungsträgern ausreichend sichtbar zu machen. Diskutiert wurden u.a. steigende Energie- und Rohstoffkosten, bürokratische Belastungen sowie der Fachkräftemangel – Themen, die viele Betriebe unmittelbar betreffen.

 

Interessen bündeln

Alois Rainer, Albert Füracker und Susanne Hierl auf politischer Seite betonten im Zuge der Diskussion die Bedeutung des direkten Dialogs mit den Handwerksorganisationen und riefen dazu auf, bestehende Kommunikationswege noch intensiver zu nutzen. Gleichzeitig wurde aus den Reihen des Handwerks gefordert, die eigene Interessenvertretung stärker zu bündeln und klarer zu positionieren. Nur durch ein geschlossenes Auftreten könne es gelingen, auf Landes- und Bundesebene noch mehr Gehör zu finden. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Rolle von Verbänden und Innungen als Sprachrohr des Handwerks. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Jürgen Kilger stellte heraus, dass diese Organisationen eine zentrale Funktion übernehmen, indem sie Anliegen strukturieren, aufbereiten und gezielt in politische Prozesse einbringen. Insgesamt machte die Podiumsdiskussion deutlich, dass Lobbyarbeit kein Selbstzweck ist, sondern eine notwendige Voraussetzung, um die Zukunftsfähigkeit des Bäckerhandwerks zu sichern. Zugleich wurde klar, dass hierfür Engagement, Vernetzung und ein kontinuierlicher Austausch zwischen Handwerk und Politik erforderlich sind.

Mit der offiziellen Verabschiedung der Gäste durch LIM Günter Wagner endeten die Verbandstage 2026. Die Veranstaltung unterstrich laut Resümee des LIV einmal mehr die Bedeutung des persönlichen Austauschs, der gemeinsamen Interessenvertretung sowie der Pflege traditioneller Werte im Bäckerhandwerk.

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