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Auf der Biofach-Messe in Nürnberg feierten Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und BLE-Präsidentin Dr. Margareta Büning-Fesel das 25-jährige Bestehen des Bundesprogramms BÖL.
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Titelseite BÄKO-magazin Ausgabe 3-26
Verbände

Forschung, Vernetzung, Wertschöpfung

Die heimische, ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft stärken und weiterentwickeln – das ist das oberste Ziel des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL), dessen Geschäftsstelle im Jahr 2001 in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ihre Arbeit aufnahm.

Seit Gründung wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) bisher über 1.500 Forschungsprojekte umgesetzt, rund 5.000 Veranstaltungen zum Wissenstransfer gefördert und jedes Jahr rund 450.000 Verbraucher/innen auf Bio-Betrieben begrüßt. Zudem konnte das BÖL mit rund 200 Projekten und knapp 2.000 Workshops regionale Wertschöpfungsketten aufbauen und Bio in der Außer-Haus-Verpflegung fördern. „Die Projekte des BÖL haben sich immer am Bedarf der Branche orientiert und sind bewusst praxisnah ausgelegt. Das hat das Bundesprogramm zu einer Institution im Ökolandbau gemacht und zur ersten Anlaufstelle, wenn es um die Weiterentwicklung der Branche geht“, sagte BLE-Präsidentin Dr. Margareta Büning-Fesel anlässlich des Jubiläums auf der Biofach in Nürnberg.

Forschungs- und Informationsprojekte für den Ökolandbau zu koordinieren und zu fördern, stand von Anfang an im Vordergrund des Bundesprogramms. Bis heute hat das BÖL über 1.500 Forschungs- und Innovationsprojekte mit rund 258 Mio. Euro realisiert. Dazu gehören Forschungsvorhaben zu Tierhaltung, Pflanzenbau und Züchtung sowie Studien zur Verarbeitung und Aufbereitung sowie zur Wirtschaftlichkeit und Vermarktung von Bio-Lebensmitteln.

Wissenstransfer in die landwirtschaftliche Praxis und zu Verbrauchenden

Eng verbunden mit der Forschung war von Beginn an der Wissenstransfer, die Vermittlung der erzielten Ergebnisse in die Praxis. So förderte das BÖL bisher rund 5.000 Veranstaltungen zum Wissenstransfer. Über das Vernetzungsportal „ÖLAF – Ökolandbau trifft Forschung“ haben sich seit dem Start 2022 bereits über 600 Teilnehmende registriert. Ziel der Plattform ist es, Öko-Betriebe und Forschende miteinander zu vernetzen und so einen Austausch zwischen Praxis und Forschung auf Augenhöhe zu ermöglichen – in etwa 40 Projekten ist dies bereits vielfach gelungen.

Um Verbraucher/innen anzusprechen, öffnen Ökobetriebe aus dem bundesweiten Netzwerk der Demonstrationsbetriebe ihre Türen für Führungen und Veranstaltungen. Und das mit großem Erfolg: Die etwa 300 Demonstrationsbetriebe zählen jedes Jahr insgesamt über 450.000 interessierte Besucher/innen.

Über die gesamte Bio-Wertschöpfungskette

Um die regionale Erzeugung und die nachgelagerte Lebensmittelwirtschaft zu unterstützen und zu erhalten, ist der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten seit vielen Jahren ein weiterer Schwerpunkt der BÖL-Aktivitäten. Dafür wurden mehr als 200 Projekte gefördert und über 50 Praxis-Workshops pro Jahr angeboten. Mit Initiativen wie „BioBitte“ und „Bio kann jeder“ stärkt das BÖL zudem gezielt die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung. Allein im Bereich der Verpflegung von Kitas und Schulen nutzten bisher etwa 36.000 Fachkräfte die 1.900 Workshop-Angebote des BÖL.

Mit diesen und vielen weiteren Initiativen konnte das BÖL an der positiven Entwicklung des Ökolandbaus seit seiner Gründung mitwirken. Beispielsweise verdreifachte sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche in den vergangenen 25 Jahren auf knapp zwei Millionen Hektar. Die Umsätze mit Bio-Lebensmitteln liegen heute mit 18,7 Mrd. Euro sechsmal höher als 2001. Und mit geschätzten 388.000 Beschäftigten ist die Bio-Branche inzwischen ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland.

Mehr Informationen zum Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) gibt es unter www.bundesprogramm.de. Die verschiedenen Zielgruppen entlang der ökologischen Wertschöpfungskette finden auf www.oekolandbau.de ausführliche Informationsangebote.

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