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FEDIMA stellt sich neu auf

Der europäische Dachverband der Hersteller von Vorprodukten für die Bäcker- und Konditorenbranche „FEDIMA“, dem auch der deutsch-österreichische Backzutatenverband e.V. angehört, hat sich auf seiner Jahresversammlung eine neue Satzung gegeben und sich damit für weitreichende Reformen entschieden.

Künftig wird der in Brüssel ansässige Verband in der Rechtsform einer „Internationalen Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht“ (IVoG) nach belgischem Recht firmieren. Maßgebliches Ziel der Reform ist eine Verschlankung der Strukturen und eine Neuaufstellung der Führungsgremien. Hiernach gehören dem europäischen Verband zwar weiterhin ausschließlich nationale Verbände der Hersteller aus den Mitgliedsstaaten – und damit keine Unternehmen – unmittelbar an. In dem neu geschaffenen Vorstand „Board“ werden allerdings neben fünf gewählten Delegierten von Mitgliedsverbänden künftig im Sinne einer „Balanced Representation“ auch fünf Unternehmensvertreter aus Unternehmen der Backzutatenbranche sitzen. Mit diesem Schritt wird eine enge Tuchfühlung der Dachverbandsführung mit den Belangen der vertretenen Industrie erreicht.
Vertrauensvorum für Christof Crone
Zusammen mit dem Präsidenten ist das Gremium damit elfköpfig. Als Präsidentin wurde Sofia Barbosa, europäische Spartengeschäftsführerin für das Industriekundengeschäft im Hause CSM, im Amt bestätigt. Als Verbandsvertreter entsendet der Backzutatenverband seinen Geschäftsführer, Rechtsanwalt Christof Crone. Der 37-Jährige war durch Vorstandsbeschluss einstimmig zur Wahl in das neugeschaffene FEDIMA-Board nominiert worden. Die Entsendung eines hauptamtlichen Verbandsmitarbeiters stellt innerhalb der FEDIMA-Struktur eher eine Ausnahme dar: Außer Deutschland lässt nur Italien seine Belange im Dachverbandsvorstand durch einen Angestellten des nationalen Verbandes vertreten. „Ein Ausdruck des Vertrauens unseres gesamten Vorstands und des hohen Ansehens, das Herr Crone bei den Mitgliedern unseres Verbandes nicht zuletzt aufgrund seiner in den sechs Jahren seiner bisherigen Tätigkeit im Backzutatenverband erworbenen Branchenkenntnis genießt“, sagt Dr. Detlev Krüger (CEO Martin Braun-Gruppe), 1. Vorsitzender der Backzutatenverbands.  
Mit Wolfgang Mayer (39), zur Wahl als Unternehmensvertreter für Backaldrin (Österreich) aufgestellt, und am Freitag ebenso wie Crone in das FEDIMA-Board berufen, gehört dem neugeschaffenen und -gewählten ersten Dachverbandsvorstand nach der Reorganisation eine weitere Führungspersönlichkeit des Backzutatenverbands an. Mayer nimmt im BZV-Vorstand die Rolle des Obmanns für die Angelegenheiten der österreichischen Mitglieder wahr. „Gemeinsam werden Herr Mag. Mayer und Herr RA Crone im neuen FEDIMA-Vorstand einiges bewegen können“, ist Krüger zuversichtlich. Dr. Georg Böcker (Ernst Böcker GmbH & Co. KG), langjähriger Vizepräsident der FEDIMA, schied aus dem Präsidium aus und stand aus eigenem Wunsch für eine Wiederwahl in das neugeschaffene Board nicht mehr zur Verfügung.
Schnellere Entscheidungsprozesse
Die im Jahre 1969 in Mailand gegründete FEDIMA firmierte bis dato als „De facto-Organisation“ (nicht-rechtsfähiger Verein) nach belgischem Recht, und hatte als ausführendes Organ ein dreiköpfiges Präsidium sowie als Lenkungsgremium ein aus Vertretern aller in ihr organisierten Mitgliedsvereinigungen bestehendes Executive Committee (EC). Gerade letzteres unterschied sich in seiner Zusammensetzung kaum mehr von der einmal im Jahr tagenden Mitgliederversammlung. Entsprechend schwerfällig waren die Entscheidungsprozesse in der Vergangenheit ausgefallen. Sowohl die Zweistufigkeit der Vorstandsgremien wurde abgeschafft, als auch das Prinzip, dass der Präsident nur einmal wiedergewählt werden konnte. „Die Änderung der formalen Organisationsstrukturen einer Interessensvereinigung kann immer nur der Auftakt für weitere Maßnahmen sein. Nun gilt es, die organisatorische Reform auch mit Leben zu füllen“, betont Christof Crone. „Dem Ziel einer noch besseren Wahrnehmung der Interessen der Backzutatenhersteller auf dem Brüsseler Parkett sind wir damit zwar ein Stück näher gekommen. Letztlich hängt der Erfolg einer Organisation von der Qualität seiner Gremienarbeit und dem Auftreten gegenüber den unterschiedlichen Stakeholdern ab. Mag. Mayer und ich werden uns mit voller Tatkraft in den weiteren Erneuerungsprozess einbringen.“

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