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Verbände

„Die EU ist unsere Zukunft“

Einen gemeinsamen Appell der deutschen Wirtschaft anlässlich der Europawahl haben jetzt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zusammen mit den Spitzenverbänden BDA, DIHK, BDA sowie BDI an die Bevölkerung gerichtet.

Darin heißt es: „Die Europäische Union ist von zentraler Bedeutung für deutsche Unternehmen und ihre Beschäftigten. Sie stellt unser wirtschaftliches und gesellschaftliches Zuhause dar. Sie ist unser Heimatmarkt. Hier werden Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Soziale Marktwirtschaft gelebt und dadurch auch wirtschaftliche Stabilität geschützt. Die Europawahlen vom 6. bis 9. Juni 2024 entscheiden über die zukünftige Ausrichtung Europas. Wir ermutigen alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger – hierzulande und in der gesamten EU –, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und ein Zeichen für Europa zu setzen. Nur mit einer starken EU werden wir Wohlstand und Sicherheit für alle fördern.“

 

Ziel ist ein starkes Europa

Der Aufruf ist ein klares Bekenntnis zur EU – sowohl vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) als auch der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). „Für die deutsche Wirtschaft ist klar: Die EU ist unsere Zukunft“, schreiben die unterzeichnenden Präsidente der vier Verbände. „Deutschland nutzt mit seiner exportorientierten Wirtschaft und seinem leistungsfähigen Mittelstand wie kein weiterer Mitgliedstaat die Vorteile des europäischen Binnenmarkts. Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Wohlstand sind eng mit den offenen Grenzen innerhalb der EU verwoben. Die gemeinsame Währung, einheitliche Normen sowie eine starke gesamteuropäische Stimme bei Verhandlungen mit internationalen Partnern bilden die Grundlage unserer globalen Wettbewerbsfähigkeit. Und die massiven wirtschaftlichen Auswirkungen – gerade auch auf die Unternehmen und Betriebe in Europa – durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine führen umso deutlicher vor Augen, dass die EU auch sicherheits- und außenpolitisch eine maßgebliche Rolle spielen muss.“ Gleichzeitig betonen sie, dass die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft ganz klar für die europäische Integration stehen und sich auch für eine kluge und generationengerechte Weiterentwicklung der EU einsetzen werden. „Wir erteilen allen Bestrebungen, Europa zu spalten und zu schwächen eine klare Absage.“

Darüber hinaus werden in dem Appell auch Forderungen an die Politik formuliert. Man brauche eine EU-Politik, die es den Unternehmen und Beschäftigten europaweit ermögliche, ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Dazu gehöre eine Schubumkehr bei bürokratischen Belastungen. „Nur so können wir unseren Beitrag zu den europäischen Transformationsprozessen und für eine gute und generationengerechte Zukunft Europas leisten.“ Die Wahlentscheidung am 9. Juni ist daher eine Entscheidung über die Weichenstellungen der künftigen europäischen Politik bei den wirtschaftlichen Kernthemen.“

 

Forderungen an die Politik

 

Aus Sicht der Wirtschaft sei klar, worum es künftig gehen müsse. Folgende Aufforderungen werden von den Spitzenverbänden formuliert:

  • Wir brauchen weniger Bürokratie, um schneller und dynamischer zu werden.
  • Wir brauchen einen global wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum, der auf Innovationskraft setzt.
  • Wir brauchen den Binnenmarkt und Freihandel für Wertschöpfung und Wohlstand in Europa.
  • Wir brauchen Integration und Vielfalt, um unsere europäischen Stärken auszuspielen.
  • Wir brauchen Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, um all dies erst zu ermöglichen.
  • Wir brauchen einen global wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum, der auf Innovationskraft setzt

Mit der Europawahl werde der Grundstein für eine zukunftsfähige EU „in diesen neuen Zeiten“ gelegt. Hier sei eine Politik nötig, die fest zu diesen Werten steht und einen klaren Fahrplan hat, diese Ziele zu erreichen.

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