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Das Geschäftsleitungsteam von Vandemoortele meldet Fortschritte bei der Akquisitionsstrategie des Unternehmens.
© Vandemoortele
Das Bild zeigt das Führungsgremium von Vandemoortele.
Titelbild BÄKO-magazin Ausgabe 10/26
Unternehmen

Vandemoortele mit robuster Halbjahresbilanz

Der Halbjahresbericht von Vandemoortele zeigt robuste Ergebnisse, trotz eines von Herausforderungen geprägten Marktes. Das Unternehmen setzt seine Akquisitionsstrategie fort und meldet weitere Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit.

Im ersten Halbjahr 2026 hat Vandemoortele laut dem aktuellen Halbjahresbericht des Unternehmens robuste Ergebnisse in einem von Herausforderungen geprägten Markt erzielt. Trotz eines Umsatzrückgangs, der die niedrigeren Rohstoffpreise in beiden Geschäftsbereichen der Lebensmittelgruppe und sinkende Absätze bei pflanzlichen Lebensmitteln widerspiegelt, wurde das bereinigte EBITDA im Vergleich zu 2025 weitgehend aufrechterhalten.

 

Resilienz bewiesen

„Im ersten Halbjahr 2026 hat unser Unternehmen Resilienz in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld bewiesen, das von geopolitischen Spannungen und Inflation geprägt war“, erklärt CEO Yvon Guérin. „Ein schwächeres Verbrauchervertrauen hat zu einem geringeren Konsum, insbesondere in unserem Viennoiserie-Segment, geführt, während die zunehmenden Produktionskapazitäten im Markt den Druck auf die Margen erhöht haben. Trotz dieses Gegenwinds haben uns unsere Kostensparprogramme und Investitionen in unserem industriellen Netzwerk geholfen, die Stärke unseres Unternehmens aufrechtzuerhalten.“ Der Umsatz für das erste Halbjahr 2026 erreichte 1.014,2 Mio. Euro, ein Minus von 40,1 Mio. Euro (–3,8%) im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 116,5 Mio. Euro, im ersten Halbjahr 2025 waren es 124,7 Mio. Euro (–6,6%). Nimmt man die speziellen M&A-Kosten aus, die im ersten Halbjahr aufgelaufen sind, liegt das bereinigte EBITDA laut dem Halbjahresbericht weitgehend auf dem Niveau von 2025.

 

Akquisitionsstrategie wird fortgesetzt

Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut dem Bericht weitere Fortschritte im Zuge der Akquisitionsstrategie von Vandemoortele erzielt. Nach den erfolgreichen Übernahmen von Dolciaria Acquaviva und Lizzi übernahm die Gruppe auch die vollständige Kontrolle bei Banneton, wodurch sie ihre erste Produktionseinrichtung in Nordamerika errichtete. Vandemoortele bereitet jetzt die Integration von Délifrance und den Abschluss der Akquisition des europäischen Margarine- und Brotaufstrichgeschäfts von Bunge vor. Mit diesen Ergänzungen wird die Gruppe nach eigener Einschätzung zu einem europäischen Marktführer in beiden Segmenten und weitet ihre Präsenz auf drei Kontinente aus. Die Integration von Délifrance beginnt voraussichtlich im vierten Quartal 2026, während die Übernahme von Bunge noch der endgültigen Genehmigung durch die Europäische Kommission unterliegt.

 

Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit

Die finanzielle Leistung von Vandemoortele ist eng mit einer Nachhaltigkeitsstrategie verbunden. „Im ersten Halbjahr 2026 hat die Gruppe konzernweite und lokale Klimasäulen eingeführt, mit deren Hilfe unsere Klimastrategie entwickelt und umgesetzt werden soll“, erläutert Marc Croonen, Leiter der Bereiche Personalwesen, Nachhaltigkeit und Kommunikation. „Zu den zentralen Maßnahmen zählen die Überwachung des Energieverbrauchs und Energieaudits. Die Einführung eines nach ISO 50001 zertifizierten Energiemanagementsystems ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant.“ Während der ersten sechs Monate des Jahres wurden die Beschäftigten in der Produktion durchschnittlich 18,8 Stunden geschult, die Beschäftigten in den Büros 16,3 Stunden und die Führungskräfte 22,3 Stunden. Insgesamt beträgt der Durchschnitt 18,7 Stunden, womit die Gruppe auf dem Niveau des Jahresziels liegt. Hinzu kommt, dass Vandemoortele USA erneut als Finalist für den Preis „Champions for a Better Tomorrow“ der American Bakers Association nominiert wurde.

 

Ausblick auf das zweite Halbjahr 2026

„Wir erwarten, dass das Marktumfeld auch im zweiten Halbjahr 2026 von Herausforderungen geprägt sein wird, darunter einem weiteren Wettbewerbsdruck und zurückhaltenden Konsumausgaben in zahlreichen unserer Kernmärkte“, erläutert Jean Vandemoortele, der Vorstandsvorsitzende. „Dennoch erwarten wir, dass die abgeschlossene Integration von Acquaviva und Lizzi sowie die laufenden Effizienzmaßnahmen unseren Erfolg begünstigen werden. Wir erwarten, dass das bereinigte EBITDA der Gruppe für das Gesamtjahr dem des Vorjahres entsprechen wird.“

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