Der Umsatz der Gruppe Vandemoortele NV stieg 2025 um 138 Mio. Euro auf 2,215 Mrd. Euro (+7% im Jahresvergleich). Dieses Wachstum spiegelt den Beitrag der strategischen Akquisitionen von Vandemoortele in Italien und den USA wider. Das bereinigte EBITDA für die Gruppe lag stabil bei 267 Mio. Euro. Der Geschäftsbereich Backwaren zeigte eine starke Leistung und erzielte ein Umsatzwachstum von 136 Mio. (+10%) auf 1,5 Mrd. Euro, angetrieben von der erfolgreichen Integration von Dolciaria Acquaviva und Lizzi Srl in Italien.
„Die Aufrechterhaltung von Stabilität in einem herausfordernden Umfeld hatte im Jahr 2025 höchste Priorität“, sagt CEO Yvon Guérin. Das Jahr sei durch hohe Rohstoffkosten gekennzeichnet gewesen, die die Verbraucherpreise nach oben trieben und den Konsum belasteten, während geopolitische Spannungen eine Zurückhaltung auf dem Markt erzeugten. „Wir sind zufrieden, dass wir unser bereinigtes EBITDA stabilisiert haben, unsere wichtigste finanzielle Kennzahl, und dass unsere jüngsten Akquisitionen – Banneton Bakery, Dolciaria Acquaviva und Lizzi Srl – die erwartete Performance geliefert haben.“ Im Geschäftsbereich Backwaren werde sich die Akquisition von Délifrance, die Ende Dezember abgeschlossen wurde, als transformativ erweisen: „Sie erweitert unsere Produktpalette und internationale Präsenz in diesem Segment. Wir haben auch die Digitalisierung und Innovation besonders bei der Entwicklung von pflanzlichen Produkten beschleunigt. Unsere Entscheidungsfindung ist dabei immer von der Kundennachfrage gelenkt worden.“
Nachhaltigkeit im Fokus
Vandemoortele ist als ein Marktführer bei der Nachhaltigkeit anerkannt, die auch 2025 ein zentraler strategischer Pfeiler war. Die Gruppe erzielte spürbare Fortschritte in wichtigen Nachhaltigkeitsbereichen wie dem Klimaschutz, einer verantwortungsvollen Beschaffung und nachhaltigen Innovationen. Dadurch leistete sie weiterhin einen Beitrag zur Schaffung einer gesünderen Zukunft für den Planeten und eines resilienteren Lebensmittelsystems. „Die wissenschaftlich gestützten Ziele der Gruppe bei der Emissionsreduzierung wurden im August von der Science Based Targets initiative (SBTi) offiziell validiert“, erklärt Marc Croonen, Leiter Personal, Nachhaltigkeit & Kommunikation. „Dies bestätigt unsere Ausrichtung an den Zielen des Pariser Abkommens. Außerdem erfüllte Vandemoortele im zweiten Jahr in Folge seine Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Ziele bei der Forst-, Land- und Agrarwirtschaft, was unser Engagement für die Reduzierung von Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette unterstreicht.“
Im Jahresverlauf stärkte Vandemoortele darüber hinaus seine führende Stellung bei nachhaltiger Landwirtschaft durch die Unterzeichnung des Sustainable Wheat Initiative Europe Manifesto. Diese Initiative zielt auf eine beschleunigte Umstellung auf kohlenstoffarmen Weizen und eine Reduzierung der CO2-Emissionen aus Weizen und Weizenmehl bis 2030 um 30%, verglichen mit 2022, ab. Entsprechend diesem Ziel brachte die Gruppe 2025 das erste kohlenstoffarme Baguette in Frankreich auf den Markt, das nun zunehmend stärker vertrieben werden soll.
Ausblick
2026 wird sich Vandemoortele auf eine Rückkehr zum organischen Wachstum und zugleich die Konsolidierung der Vorteile der jüngsten Akquisitionen konzentrieren. Ein großer Schwerpunkt wird auf der vollständigen Integration von Banneton Bakery und Délifrance sowie dem Abschluss der geplanten Akquisition des Geschäftsfelds European Margarines & Spreads von Bunge und der weiteren Einbettung von Dolciaria Acquaviva und Lizzi Srl in das operative Geschäft der Gruppe liegen. Aufbauend auf den Investitionen der vergangenen beiden Jahre strebt Vandemoortele eine Stärkung der betrieblichen Effizienz, die Optimierung des Produktmixes und die Beschleunigung des Wachstums in strategischen Vertriebskanälen und Regionen an.
Nachhaltigkeit bleibt weiterhin vollständig in die Wachstumsstrategie der Gruppe integriert. Vandemoortele will seine jüngst akquirierten Unternehmen auch weiterhin an seinen Nachhaltigkeitszielen und Berichterstattungsleitlinien ausrichten und in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten weitere Schritte zur Dekarbonisierung der gesamten Wertschöpfungskette unternehmen. Aufbauend auf ihrer führenden Rolle bei klimaschonenden Lösungen möchte die Gruppe durch ihre Verpflichtung zur Nachhaltigkeit weiterhin positive Auswirkungen, Wettbewerbsvorteile und eine langfristige Wertschöpfung erzielen.











