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Geehrte Bauern von Berchtesgadener Land
BÄKO-magazin Titel E-Paper Ausgabe 6-26
Unternehmen

Top-Rohmilchqualität durch lückenloses Monitoring

Hochwertige Milchprodukte sind eine wichtige Basis für die Veredelung handwerklicher Backwaren. Umso unerlässlicher ist es also, dass hier die Qualität stimmt. Das hat man bei den Milchwerken Berchtesgadener Land aktuell wieder unter Beweis gestellt.

Im Rahmen der 94. Generalversammlung sind jetzt 50 Betriebe der Milchwerke Berchtesgadener Land mit der besten Milchqualität des Jahres 2025 ausgezeichnet worden. Geehrt wurden jene Landwirte, die über das gesamte Jahr hinweg konstant höchste Werte bei allen Qualitätsparametern erreicht hatten. Die Auszeichnung ist dabei mehr als ein Momenterfolg: Sie steht für kontinuierliche Präzision und Verlässlichkeit und wird seit fünf Jahren vergeben. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte sind im Qualitätsauftrag unserer Molkerei unterwegs – jeden Tag, bei jedem Melken. Sie sorgen dafür, dass aus einem sensiblen Rohstoff ein sicheres und hochwertiges Lebensmittel wird“, betonte Geschäftsführer Bernhard Pointner. „Denn Qualität zeigt sich am Ende daran, dass der Kunde wiederkommt – und nicht das Produkt.“

Die Ehrungen erfolgten durch den Vorstandsvorsitzenden Andreas Argstatter, der allen 50 Betriebsleiterinnen bzw. -leitern eine Urkunde, die Ehrenplakette und ein Geschenk als Anerkennung für die geleistete Arbeit überreichte. Die diesjährigen Preisträger kommen aus allen Regionen des Einzugsgebiets – darunter Garmisch, Weilheim-Schongau, Bad Tölz, Miesbach, Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land sowie Salzburg, Tirol und Oberösterreich. Vertreten sind 23 Bergbauern, 14 konventionelle und 13 Bio-Betriebe. Drei von ihnen erhielten die Auszeichnung bereits zum fünften Mal: Wolfgang Dusch aus Ainring, Nikolaus Lindner aus Wackersberg und Martin Moosmang aus Benediktbeuern.

Milch ist einer der sensibelsten Rohstoffe in der Lebensmittelherstellung – und gleichzeitig einer der am strengsten kontrollierten. Rund 30 Untersuchungen durchläuft sie im Schnitt vom Bauernhof bis zur fertigen Milchflasche. Im Zentrum dieser Qualitätssicherung steht die Rohmilch, die täglich von den Landwirtinnen und Landwirten der Molkerei Berchtesgadener Land geliefert wird. Denn die Basis für hochwertige Milchprodukte entsteht nicht erst in der Molkerei, sondern auf dem Bauernhof. Hygiene, Tiergesundheit und Sorgfalt beim Melken entscheiden darüber, ob die Milch die strengen Qualitätsanforderungen erfüllt.

 

Qualität beginnt im Stall

Die Kriterien für Rohmilch sind klar definiert: Fett- und Eiweißgehalt, pH-Wert, Keimgehalt, Zellzahl und Hemmstoffe. Sie sind gesetzlich geregelt und unterliegen strengen Grenzwerten. Ein ausgewogener Fett- und Eiweißgehalt bestimmt nicht nur die Verarbeitungsqualität, sondern auch den Milchpreis. Der pH-Wert zeigt, wie frisch die Milch ist – und setzt sauberes Arbeiten sowie eine schnelle Kühlung auf unter +6 °C voraus. Niedrige Keimzahlen stehen für konsequente Hygiene im Melkprozess, während eine geringe Zellzahl belegt, dass die Kühe gesund sind. Auch Hemmstoffe wie Antibiotika werden streng überwacht, denn Rohmilch von behandelten Tieren darf erst nach einer festgelegten Sperrzeit geliefert werden und muss natürlich frei von Hemmstoffen sein. Die Qualität der Rohmilch wird bei jeder Abholung überprüft. Der Sammeltankwagen entnimmt automatisch Proben, die mehrfach im Monat auf alle relevanten Parameter untersucht werden. Zusätzlich wird jede Tour durch eine Mischprobe kontrolliert – inklusive Geruchstest und Hemmstoffprüfung. Nur einwandfreie Milch gelangt in die Weiterverarbeitung. Diese lückenlose Kontrolle sorgt dafür, dass die hohen Qualitätsstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingehalten werden. Mehr als 95% der Mitgliedsbetriebe erreichen regelmäßig den sogenannten S-Zuschlag, indem sie die hohen gesetzlichen Anforderungen noch deutlich übertreffen.

 

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