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Die Qualität jedes einzelnen Butterstücks wird nun „noch exakter sichergestellt“.
© Berchtesgadener Land
BÄKO-magazin Ausgabe 5-26 Titelblatt
Unternehmen

Investition in Butter

Die Molkerei Berchtesgadener Land hat ihre Butterproduktion modernisiert und gezielt in Produktqualität investiert. Im Fokus stehen eine präzisere Überwachung aller qualitätsrelevanten Parameter sowie eine verbesserte Verpackungslösung.

Im Rahmen des vor zwölf Jahren gestarteten Investitionspakets der Molkerei Berchtesgadener Land mit einer Investitionssumme von 270 Mio. Euro wurde nach der Trinkmilch-, Sauermilch- und der Quarkproduktion nun auch in eine neue Butterei mit neuem Processing und Abpackanlagen am Standort Piding/Bayern investiert. Sie ersetzt die alte Anlage aus dem Jahr 2003. Ein wesentlicher Fortschritt liegt in der kontinuierlichen Überwachung der Produktionsparameter. Eine integrierte Bandwaage kontrolliert das Gewicht jedes einzelnen Butterstücks in Echtzeit. Damit wird die Einhaltung der Füllmengen präzise sichergestellt. Parallel dazu erfolgt die permanente Messung des Wassergehalts in der Butter. Wird der Zielwert über- oder unterschritten, wird der Butterstrom automatisch separiert. Diese engmaschige Kontrolle gewährleistet eine gleich bleibend hohe Produktqualität. Zusätzlich sorgt eine kontinuierliche Rahmzufuhr über einen Puffertank für stabile Prozessbedingungen. Druck- und Temperaturschwankungen werden vermieden, was die gleichmäßige Verarbeitung verbessert und eine konstant hohe Qualität sichert.

 

Aromenschutz und längere Haltbarkeit

Parallel zur Prozessoptimierung wurde auch die Verpackung weiterentwickelt. Die neue, MOSH/MOAH-freie alukaschierte Butterfolie aus Kunststoff ist rund 55% leichter als die bisherige alukaschierte Pergamentverpackung. Durch ein Verschweißverfahren wird die Butter luft- und aromadicht versiegelt. Dadurch ist sie bestens vor Licht- und Sauerstoffeinflüssen geschützt – zwei entscheidende Faktoren für den Erhalt von Geschmack und Frische. Die verbesserte Barrierewirkung trägt dazu bei die Produktqualität bis zum Verzehr bestmöglich zu sichern. Für zusätzlichen Verbrauchernutzen sorgen Piktogramme auf der Verpackung, die das Öffnen und Wiederverschließen erleichtern. Ein QR-Code liefert ergänzende Informationen zur Handhabung und zur Butterqualität.

 

Weniger Wasser- und Reinigungsmitteleinsatz

Die Reinigung der Tanks, der Buttertrommel bis hin zur Abpackung und der Leitungen der neuen Butterei erfolgt nun in einem integrierten vollautomatisierten Reinigungsprozess. Während bei der bisherigen Butterei noch manuelle Eingriffe erforderlich waren, entfällt nun u.a. der aufwendige Ausbau von Kolben. Durch die Verdopplung der Chargengröße halbiert sich zudem die Anzahl der nötigen Reinigungsprozesse. Das führt zu einer Reduktion des Einsatzes von Laugen und Desinfektionsmitteln um 50%. Allein beim Einsatz von Natronlauge werden so jährlich etwa 1.700 Kilogramm eingespart. Auch der Wasserverbrauch sinkt deutlich: Da das Reinigungswasser aus der Butterei aufgrund seiner Fettfracht nicht wiederverwendet werden kann, wirkt sich die reduzierte Reinigungsfrequenz nachhaltig auf den Gesamtverbrauch aus.

 

BackzutatenButterFette

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