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Das Brot-know-how auf der „MIWE expo“ kam aus allen deutschen Landen.
© MIWE
BÄKO-magazin Ausgabe 5-26 Titelblatt
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Austausch wird Begegnung

Bei der „MIWE expo“ in Arnstein zogen 16 Brotsommeliers und eine Brot­sommelière aus allen deutschen Bundesländern alle Register. Für das Fachpublikum ergaben sich wunderbare Möglichkeiten zum unkomplizierten Austausch, zum Fachsimpeln und zum detaillierten Kennenlernen der MIWE-Technik.

Was als Einladung zum fachlichen Dialog angekündigt war, entwickelte sich zu einem einmaligen Erlebnis für alle Beteiligten: Die „MIWE expo“ am 22. und 23. September im „MIWE live baking center“ in Arnstein wurde täglich von 9 bis 16 Uhr zum Treffpunkt gelebter Brotkultur – und zu einem Ort echter Begegnung mit jeweils rund 150 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern pro Tag. Zwar kamen die meisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch Gäste aus weiteren europäischen Ländern – bis hin zu Spanien – wurden registriert.

 

Viele individuelle Geschichten

Begleitet wurde das Backen von fachlicher Moderation durch u. a. Backmeister und Anwendungstechniker Karl-Heinz Hustings, den Leiter der Backtechniksparte und des Anwendungszentrums von MIWE. In kurzen Impulsformaten gaben die 15 Brotexperten und Brotexpertin Celestina Brandt Einblicke in ihre Zutatenphilosophien, Konzepte und persönlichen Sichtweisen auf aktuelle Branchentrends. Dabei entstand ein Dialog, der weit über das Fachliche hinausging – kollegial, inspirierend und geprägt von gegenseitiger Wertschätzung. Das lockere Format bot viel Raum auch für ganz individuelleVertiefungen und niederschwellige Wissensvermittlung. Statt nebeneinander zu arbeiten, wurde miteinander zubereitet, gebacken und diskutiert. „Die Ausbildung zur Brotsommelière eröffnet Horizonte“, bestätigte Celestina Brandt aus Thüringen. Die Brotsommeliers tauschten sich auch untereinander aus, Besucher stellten Fragen, es wurde gemeinsam probiert, reflektiert und gelacht. Viele nahmen nicht nur neue Impulse mit nach Hause – sondern auch das Gefühl, Teil einer lebendigen Branchengemeinschaft zu sein. Dass dies auch zu einem stärkeren Sortimentsaustausch unter Kolleg(inn)en führen sollte, regte Volker Krüger aus Mecklenburg-Vorpommern an.

Die „MIWE expo“ bot den passenden Rahmen für diese besondere Zusammenkunft. Technologie und Prozesse waren präsent, traten aber bewusst in den Hintergrund, denn im Mittelpunkt sollten diesmal die Menschen, ihre Geschichten und die gemeinsame Leidenschaft für gutes Brot stehen. „Wir haben die Sommeliers nach ihrem Wissen, nicht nach ihrem Ofen ausgesucht“, bekräftigte Hustings vor Ort den zentralen Ansatz der „MIWE expo“. „Diese Veranstaltung hat gezeigt: Bäcker und Bäckerinnen sind mehr als Fachleute – sie sind Impulsgeber, Netzwerker und Botschafter einer Kultur, die verbindet“, resümiert er zufrieden.

 

Kreativ und inspirierend

Die 16 Brotsommeliers aus ganz Deutschland präsentierten ihre vor Ort „live“ gebackenen regionalen Spezialitäten auf der offenen Backfläche. Die Schwerpunkte waren erfreulich divers gewählt: Claus Becker aus Rheinland-Pfalz hatte ein Kastanienbrot (Keschdebrot) gebacken, das mit intensiver Salzkruste überraschte, Tino Gierig aus Sachsen präsentierte eine „Kräuterknolle“ mit intensiv-kreativem Kräutermix und Andreas Fröhlich aus Nordrhein-Westfalen setzte auf Regionalität – mit Raps statt Chia für den Crunch in einem ansonsten bewusst milden – und damit dem Kundengeschmack entgegenkommenden – Geschmack. Ingmar Krimmer aus Baden-Württemberg brach eine Lanze für die Bio-Bäckerei und Michael Hofmann aus Hessen wiederum präsentierte voller Stolz eine Spezialität mit Äpfeln und Nüssen, die von den Auszubildenden unter seiner Anleitung entwickelt wurde. Klar wurde jedenfalls: Auch angesichts von aktuell 3 232 anerkannten Brotspezialitäten in Deutschland gehen den Bäckerinnen und Bäckern die Ideen nicht aus!

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