Es war bereits die zweite Hausmesse zu der man bei Kövy einlud – diesmal vor dem Hintergrund eines runden Geburtstags. Denn das Unternehmen war am 1. September vor 40 Jahren gegründet worden. Rund 100 Gäste folgten der Einladung an den zwei Eventtagen, die geprägt waren von einem sehr herzlichen, informativen und angeregten Miteinander.
In Brötchen investieren lohnt sich
„BrötchenLiebe trifft Ernte 2025“ lautete der Titel der Veranstaltung – und so standen auch alle Beiträge im Zeichen des „perfekten Brötchens“. Weil ohne gute und richtig eingesetzte Rohstoffe auch das Backergebnis nicht stimmt, machte Philipp Kleditzsch von Roland Mills United den Anfang mit anschaulichen Ausführungen zur aktuellen Ernte. Alexander Veit von IREKS legte den anwesenden Bäckern nahe, dass es sich überaus lohne das eigene Brötchenportfolio auf den Prüfstand zu stellen. Er hatte zahlreiche Anregungen im Gepäck, mit welchen Rezepten und Führungen sich der Betrieb den Ruf als Lieferant der „leckersten Brötchen der Stadt“ sichern könne. Hier stand neben Lievito Madre auch die Bedeutung des Poolish im Mittelpunkt. „Dadurch ist das Wasser einfach viel besser eingelagert und es entsteht eine deutlich bessere Verquellung“, sagte Veit. Echte Brötchenliebe fange auch immer mit dem richtigen Vorteig an. „Und das Thema der Autolyse ist vielleicht etwas aufwendiger und nicht ganz einfach – aber es ist einfach ein ganz tolles Verfahren“, schwärmte er. Bei der Autolyse erfolgt die Hefe- und Salzzugabe zu einem verspäteten Zeitpunkt. „Der Teig arbeitet dadurch und entspannt sich super – die Brötchen werden ganz anders, mit einem ganz zarten Biss.“
Neues Unternehmen, neuer Ofen
Norbert Kövy, GF Kövy, dagegen erläuterte die Möglichkeiten der Brötchenanlage des Unternehmens und ihre zahlreichen Erweiterungen. Alle Entwicklungen des Unternehmens seien immer ganz nah an den Bedürfnissen des Bäckers ausgerichtet. Sei es die vollautomatische Bestreuungs- und Befeuchtungsanlage, die Direktbelegung, der Stüpfler für Original Kaiserbrötchen oder der Bandstüpfler für direktes Stempeln auf dem Förderband – bei allen Innovationen, die Kövy ins Portfolio implementiere, handle es sich um echte Problemlöser für gelebte Praxis. „Uns ist der aktive Austausch mit Ihnen sehr wertvoll“, betonte Nobert Kövy. „Unser Ziel ist heute nach 40 Jahren noch das gleiche wie einst – den Handwerksbäcker zu unterstützen, da wo er uns braucht. Meist höre ich dann: ‚Kövy, ihr müsst da mal was machen!‘ – und dann werden wir aktiv.“ In diesem Zusammenhang war es ihm auch besonders wichtig zu betonen, dass es zum Selbstverständnis des Unternehmens gehöre, dass sämtliche Erweiterungen auch immer an allen alten Modellen aufrüstbar sind. Und: Auch wenn es bei den Anlagen um Modernisierung und Zeitersparnis gehe, so sei es eine Herzensangelegenheit, hier immer das rechte Maß walten zu lassen. „Auch wenn es technisch möglich ist, so erhöhen wir die Stundenleistung unserer Anlage doch bewusst nicht. Schnelligkeit ist wichtig, aber nicht alles – ich bin selbst ein Kunde der Brötchen beim Bäcker kauft und weiß, wie entscheidend herausragende Qualität und Optik sind.“
So gab es dann im Anschluss für die anwesenden Bäcker acht verschiedene Brötchenarten zu verkosten – eine Brötchen schöner und schmackhafter als das andere. Allesamt nach Rezepturen von IREKS und mit Vakuumtechnik gebacken. Denn Kövy hat zum 40. Geburtstag ein neues Unternehmen gegründet. fornax ist eine eigenständige Firma, geleitet von Norbert Kövy, mit Sitz in einer frei gewordenen Halle auf dem Nachbargrundstück. Diese Halle war auch Austragungsstätte der Hausmesse. Ab sofort wird hier aber produziert werden – und zwar die erste Entwicklung von fornax, die Norbert Kövy stolz präsentieren konnte. Dabei handelt es sich um einen Umluftofen mit integrierter Vakuumfunktion, der ab sofort lieferbar sein wird.











