Foto: bernardbodo/Getty Images
Foto: bernardbodo/Getty Images
Snaeckermeister Vandemoortele Logo
sponsored by
Vandemoortele 280x70px

GOLDENER HERBST, GANZER GENUSS

Wenn sich der Sommer langsam verabschiedet, erwacht wieder die neue Lust auf gehaltvollere Snacks vom Bäcker. Die Ernten sind oder werden noch eingefahren – und die Kunden freuen sich auf ein Füllhorn an Produkten. Die Zeit rund um Erntedank ist ideal, um in den Filialen mit wenigen Mitteln richtig aufzutrumpfen – wie das ganz einfach funktioniert zeigen die Ideen von Vandemoortele in diesem SnäckerMeister.

Das Erntedankfest hat in unserer Kultur eine jahrhundertealte Tradition. Es ist das Fest der Dankbarkeit für die Früchte der Erde, die Mühen des Anbaus und die Fülle der Natur. Lange Zeit schien es etwas in Vergessenheit geraten zu sein – heute aber erlebt es vielerorts eine Renaissance. Ob in Dörfern, Städten oder Kindergärten: Erntedank steht wieder für Gemeinschaft, Regionalität und bewusstes Genießen. Hier kommt der Bäcker ins Spiel, der die Zeitspanne rund um das Erntedankfest geschickt für sich nutzen sollte. Auch wenn viele Kunden nicht bewusst dieses Fest feiern – der Ritus des Erntedankfestes ist dennoch tief in den Köpfen verankert und für jeden ein Begriff. Zudem passt das Fest ideal zum Bäcker – hier verbinden sich Tradition und Moderne; Klimabewusstsein, Nachhaltigkeit und die Wertschätzung fürs Handwerk schwingen ebenso mit. Für die Betriebe eröffnet sich damit also eine wunderbare Möglichkeit, ihre Rolle als regionaler Versorger und Hüter des Handwerks zu betonen und den Anlass für kreative Aktionen im Laden, thematische Angebote, besondere Backwaren und Snacks zu nutzen.

 

KUNDEN SENSIBILISIEREN

Die Zeit rund um Erntedank erinnert daran, wie wertvoll Lebensmittel sind, schafft Momente des Innehaltens, des Bewusstwerdens. Diese Wochen eignen sich daher hervorragend, um auf die Qualität und Herkunft der eigenen Erzeugnisse hinzuweisen. Von welcher Mühle kommt das Mehl? Gibt es Kooperationen mit Landwirten? Mit welcher Liebe, Sorgfalt und welchem Zeitaufwand werden bestimmte Backwaren hergestellt (Stichworte: Sauerteig, lange Teigruhe etc.)? Vor allem aber impliziert das Verwenden von Produkten, die jetzt Saison haben, automatisch eine gewisse „Frische wie direkt vom Feld“. Statt sommerlicher Exotik ist jetzt alles gefragt, was heimisch anmutet – Äpfel, Zwetschgen, Birnen und Sultaninen bringen eine warme, herbstliche Süße in Kuchen, Torten und Teilchen. Statt leichten Biskuits gelüstet es uns mehr nach gehaltvoll gefüllten Hefezöpfen, Striezeln und saftigen Blechkuchen. Hier steckt die Finesse oft in der Einfachheit. Eine simple Birnentarte mit frischen saftigen Birnen und Schmand braucht nicht viel mehr, um wirken und schmecken zu können. Walnüsse, Haselnüsse und Sonnenblumenkerne als Toppings auf süßen oder salzigen Snacks oder als Zutat im Teig lassen die Backwaren zu kleinen Kraftpaketen werden und passen hervorragend in diese Jahreszeit. Ob nun als Nusszopf, Nussbrot oder als Topping auf dem Joghurt im Kuppelbecher – Nüsse wirken jetzt wie frisch geerntet und der Kunde verspürt Lust, sich mit den kleinen knackigen Nährstoffbömbchen auf die näher rückende, kühlere Jahreszeit vorzubereiten.

 

Apfelkringel in Blätterteig

Zubereitung:
Die Blätterteigplatte längs in 12 Streifen einteilen. Die Äpfel in 2 cm dicke Scheiben schneiden und in der Mitte ein Loch ausstechen. Die Äpfel mit den Blätterteigstreifen umwickeln, mit Ei bepinseln, dann in Zimt und Zucker wälzen und auf die Backbleche absetzen.
Backtemperatur: 185 °C (Umfluft)
Backzeit: ca. 20 Minuten

Zutaten
FÜR 12 STÜCK

1 Blätterteigplatte
3-4 Äpfel
  Eistreiche
  Zimt-Zucker-Mischung

 

Klicke hier zum Video

Foto: Vandemoortele

REICHHALTIGE GENÜSSE

Überhaupt darf es insgesamt einfach reichhaltiger werden. Alles was leicht anmutet – Salate, Schlemmerjoghurt, Bowls etc. –, darf nun „angereichert“ werden mit Dingen, die uns mehr nähren und wärmen. Es darf etwas kalorienreicher, fettiger, würziger werden. Ein ganz großer Player im Herbst ist natürlich der Kürbis. Das Wundersame daran ist sein Variantenreichtum. Mittlerweile setzen die Kunden in ihrer heimischen Küche auch viele Kürbisrezepte um, was ist nicht zuletzt auf den Siegeszug von Halloween zurückzuführen ist. Wichtig ist es für Bäcker und Konditoren daher ganz besonders, Kürbis etwas extravaganter und professioneller zu präsentieren. Wenn Kürbissuppe, dann mit einem gewissen „Pfiff“. Oder eben mal Kürbis als gegrillte Bowl-Beilage oder auf dem Salat, als süße Törtchenfüllung – oder mit dem gewagten (aber sagenhaften!) Foodpairing Vanilleeis mit frischem Kürbiskernöl und karamellisierten Kürbiskernen als „Erntedank-Eisbecher“?

 

Michael
Nemeyer

Favoriten

Michael Nemeyer ist
Fachberater bei
Vandemoortele.

Foto: Vandemoortele
Michael Wieland

Der Herbst ist da: Die Tage werden kürzer, die Luft riecht nach reifen Früchten und die Natur zeigt sich in warmen Farben. Für Bäcker ist das die perfekte Zeit, um saisonale Zutaten und traditionelle Werte in den Mittelpunkt zu stellen. Das Erntedankfest erinnert uns daran, wie wertvoll die Gaben der Natur sind. Diese Stimmung lässt sich wunderbar in der Backstube aufgreifen – mit frischen Ideen und herbstlichen Rezepten. Ein echter Hingucker sind Apfelringe im Blätterteig: knusprig, fruchtig und ideal als kleines Mitbringsel zum Erntedank-Kaffee. Auch der Pflaumen-Streusel-Kuchen bringt herbstliche Heimatgefühle auf den Teller – ein Klassiker, der immer gut ankommt. Wer es etwas moderner mag, kann herbstliche Bagels anbieten – beispielsweise mit Belag, der schon als „Vorbote“ zum Oktoberfest einstimmt, oder einfach mit saisonalem Belag. Oder wie wäre es mit einer „Erntedank-Box“: ein Kürbiskernbrötchen kombiniert mit einem kleinen Gläschen Marmelade/Kompott – perfekt zum Mitnehmen und Verschenken? Mit solchen Ideen erzählen Sie kleine Geschichten, die Ihre Backstube zu einem Ort der herbstlichen Geborgenheit machen – und Ihre Kundschaft zum Genießen einladen.

Herbstkraft-Bagels

Zubereitung:
Laugenstange antauen lassen, zum Bagel formen, in Saaten drücken und backen. Nach dem Auskühlen durchschneiden und mit den Zutaten belegen.

 

ZUTATEN
FÜR 1 STÜCK VARIANTE „NÜRNBERGER“

1 Laugenstange
  Saaten nach Wahl
20 g „Risso Hannibal“-Sauce
10 g Salat
3 Stück Nürnberger Würstchen
20 g Krautsalat
10 g Rotkohl
10 g süßer Senf

 

ZUTATEN
FÜR 1 STÜCK VARIANTE „LEBERKÄSE“

1 Laugenstange
  Saaten nach Wahl
20 g „Risso Hannibal“-Sauce
10 g Salat
4 Scheiben Leberkäse
20 g Krautsalat
10 g Rotkohl
10 g süßer Senf

 

Klicke hier zum Video

Foto: Vandemoortele

MOTIVE SIND HINGUCKER

Erntedank bietet sich als Thema auch an, wenn es um die Ausgestaltung bestimmter Produkte geht. Viele Bäckereien haben mittlerweile eigene Erntedankbrote ins Portfolio aufgenommen, mit denen sie religiöse Feste rund um das Ereignis beliefern (siehe Favoriten Daniel Link). Aber auch, wenn es nicht um einen Erntealtar geht, sondern um das eigene Schaufenster oder die Auslage: Erntemotive wie Ähren, Zöpfe aus Getreide, Zwiebeln, Kürbisse etc. eignen sich hervorragend, um sie bei den eigenen Waren aufzugreifen. Dabei muss das Rad nicht immer neu erfunden werden – einzig und allein durch eine andere Aufarbeitung als rustikaler Zopf, eine besondere Schnitttechnik, ein anderes Bemehlen oder ein besonderes Abstreuen mit Saaten können hier entsprechende Akzente gesetzt und besondere Effekte erzielt werden. Nicht zuletzt muss dann auch der Name stimmen – so wird aus einem normalen Laugenzöpfche schnell ein „Herbstzopf“, ein „Ährenlaib“ oder ein „Erntezauber“. Und das Storytelling sollte in dieser Zeit natürlich groß geschrieben werden. Wer regionale Lieferanten hat, kann die Kooperation besonders herausstellen. Wer keine hat, kann dennoch darauf aufmerksam machen, welche Bedeutung die Wertschöpfungskette einnimmt. Jetzt ist der Zeitpunkt, um die Kundinnen und Kunden daran zu erinnern: Hinter jedem Brötchen steckt nicht nur Handwerkskunst, sondern auch die Arbeit von Landwirten, Müllerinnen und allen, die dazu beitragen, dass wir täglich frische Backwaren genießen können.

 

Daniel
Link

Favoriten

Daniel Link (Bäckerei Link,
Trossingen), Bäckermeister
und Brotsommelier

Foto: Bäckerei Link
Foto :

Ich finde das Thema Erntedank ist gerade wieder stark im Kommen und ist wieder viel mehr im Bewusstsein der Menschen. Umso wichtiger ist es, dieses Interesse auch für den eigenen Betrieb zu nutzen. Das kann in Form von tollen herbstlichen Snacks geschehen, aber auch im Brot- und Brötchenbereich lässt sich das Thema spielen. Wir sind mit unserem Unternehmen mittlerweile sehr für unsere speziellen Erntedankbrote bekannt. Die Nachfrage ist so groß geworden, dass wir jedes Jahr sicher an die 30 Brote für die verschiedenen Erntedankaltäre der Kirchen in unserer Region backen dürfen. Diese Erntemotive entstehen durch Absieben und einfache verschiedene Schnitttechnik. Für uns gehört es zur Imagepflege dazu, diese Möglichkeit dafür zu nutzen, unsere Handwerkskunst unter Beweis zu stellen. Sowas findet man bei keinem Aldi und keinem Lidl und die Kunden bekommen wieder mehr ein Gespür dafür, dass ihr Bäcker eben echtes Handwerk liefert. Ideal am Erntedankfest ist auch, dass es kein punktuelles Event ist, das an einem Tag schon vorüber wäre – man kann das Thema drei, vier Wochen lang spielen. Und es bietet einfach Variantenreichtum – so vielfältig eine reiche Ernte ist, so üppig und fantasievoll kann es der Bäcker ganz nach Lust und Laune für seinen Betrieb umsetzen.

Anzeige Wolf ButterBack Laugenschnecke

Pflaumen-Streusel-Kuchen

Zubereitung:
„St.Allery Revolution“ und Zucker schaumig rühren. Eier nach und nach unterlaufen lassen. Dann die restlichen Zutaten vorsichtig unterlaufen lassen. Die Masse auf ein 60 x 40 cm großes Blech aufstreichen und die Pflaumen auflegen. Die Streusel gleichmäßig darauf verteilen. Nach dem Backen leicht abglänzen und nach dem Erkalten mit Zierschnee absieben.
Backtemperatur: ca. 200 °C/190 °C (Etagenofen)
Backzeit: ca. 40 Minuten

ZUTATEN
FÜR CA. 40 STÜCK

550 g „St. Allery Revolution“
  (10% Butteranteil)
550 g Zucker
550 g Eier
650 g Dinkelmehl
200 g Weizenpuder
10 g Backpulver
  Salz
  Aromen
1 200 g Pflaumen
600 g Streusel

 

Klicke hier zum Video

Foto: Vandemoortele

Holger
Schüren

Favoriten

Holger Schüren („Zum Brotsommelier“, Heidesee),
Bäckermeister, Konditor
und Brotsommelier

Foto: Zum Brotsommelier/Schüren
Foto:

Erntedank passt ganz hervorragend zum backenden Handwerk! Denn das, was wir hier feiern – die Ernte der Getreidebauern und der Obstbauern – stellt ja unsere Arbeitsabläufe im backenden Handwerk sicher. Nach einer reichen Ernte kommen wir ins Spiel und zaubern aus den gewonnen Erzeugnissen als nächster in der Wertschöpfungskette hervorragende Backwaren und Snacks für unsere Kundschaft. Genau deswegen finde ich, ist es wichtig, das Thema bei sich aufzugreifen und dabei mehr Bewusstsein bei den Kunden dafür zu schaffen. Denn ich finde es unheimlich wichtig, dass wir als Gesellschaft hier wieder mehr Gespür und Dankbarkeit entwickeln – für gute, wertvolle Nahrungsmittel. Für echtes Handwerk. Für tolle und frische Produkte aus der Region, deren Ursprung nachvollziehbar ist. Das ist nachhaltig und das ist auch gut für unsere Umwelt, gesundes Leben und gesundes Wirtschaften! Erntedank, das ist Rückbesinnen auf die Werte, die wir haben. Wir setzen mit unserem Unternehmen daher sehr stark auf regionale Kooperationen und gute Kontakte zu lokalen Erzeugern, wo immer es auch geht. Pflaumenkuchen in den verschiedensten Variationen – mit frischen Früchten – da braucht es nicht viel mehr! Oder sonnengereifte Äpfel aus der Heimat – gerade haben die Bauern bei uns in der Region eine regelrechte Schwemme. Es ist lohnend, sich in seinem Betrieb einfach mal die Mühe zu machen, Äpfel frisch zu verarbeiten; das ist geschmacklich gleich ein ganz anderes Niveau. Das Gleiche bei Zucchini und Gurken; auch sie haben gerade Saison. Wie wäre es mit einem duftenden Apfel-Zimt-Brot, einem Zucchini-Kurkuma-Brot mit frischen Kräutern, einem Salbei-Saure-Gurken-Brot oder der Geschmacksexplosion von Blutsauerampfer mit Pfirsich? Hier sind dem Ideenreichtum kaum Grenzen gesetzt …

ERNTEDANK MIT WEITBLICK

 

Vorausschauende Bäcker tun gut daran, nicht nur einerseits die alte deutsche Tradition des Erntedankfestes anzuschauen und modern für ihren Betrieb zu interpretieren, sondern auch einmal den Blick über deutsche Felder hinauszuwagen. Denn Halloween hat gezeigt: Die Art, wie Bräuche international gefeiert werden, spielt auch hier eine immer größer werdende Rolle. Und Thanksgiving, das in den USA traditionell am vierten Donnerstag im November als symbolisches Dankfest für die erste Ernte der Pilgerväter gefeiert wird, ist dort nun einmal von einer immensen Bedeutung und deswegen mittlerweile auch hier sehr bekannt. Dies bringt nochmal ein ganz anderes kulinarisches Spektrum mit sich, das hier adaptiert werden könnte. Natürlich ist der klassische Truthahn aus dem Ofen nichts für die Handwerksbäckerei – aber es gibt auch viele typische Thanksgiving-Backwaren die sicher auch deutschen Gaumen munden:

  • Pumpkin Pie (Kürbiskuchen) – der Klassiker aus Kürbispüree, Eiern, Sahne und Gewürzen wie Zimt, Muskat, Nelken in einem Mürbeteig
  • Pecan Pie – Füllung aus Pekannüssen, Sirup, Zucker und Eiern; sehr süß und nussig.
  • Apple Pie – Apfelkuchen mit dicker Kruste, oft mit Zimt und Muskat.
  • Sweet Potato Pie – ähnlich wie Pumpkin Pie, aber mit Süßkartoffeln als Basis.
  • Cranberry Bread oder Muffins – fruchtig-säuerlich.
  • Pumpkin Bread – saftiger Rührkuchen mit Kürbispüree, oft mit Nüssen oder Schokostückchen.
  • Cornbread (Maisbrot) – leicht süßliches Brot aus Maismehl, oft im Ofen in Gusseisenformen gebacken.

Man sieht, es gibt also eine große Vielzahl an Möglichkeiten, wie sich noch eine ganz andere Art Erntedankfest in die eigene Bäckerei holen lässt. Wie das Thema aufgegriffen wird, bleibt jedem Einzelnen überlassen – die Hauptsache ist nur, man nutzt die Chance!

| Andrea Diener |