Vier Messetage, gut gefüllte Hallen und richtungsweisende Gespräche: Die Biofach hat laut Veranstaltern erneut ihre Rolle als weltweit führende Plattform für Bio-Lebensmittel bestätigt. Im Zentrum standen die Qualität der generationsübergreifenden Begegnungen und die Frage, wie Ernährungssysteme resilient und zukunftsfähig werden – im Sinne des Leitthemas „Growing Tomorrow: Young Voices, Bold Visions!“. Rund 2.200 Ausstellende aus fast 90 Ländern sowie knapp 32.000 Fachbesuchende (Vorjahr: rund 35.000) nahmen an der Biofach 2026 teil.
Plattform der Bio-Community
„Die Biofach hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark und energiegeladen die Bio‑Branche ist. Dieser Spirit war in allen Hallen spürbar: Die Bio‑Community hat die Messe erneut als ihre zentrale Plattform genutzt – als Ort, an dem sie miteinander ins Gespräch kommt, Orientierung gewinnt und konkrete Schritte hin zu einer zukunftsfähigen Ernährung definiert. Die Stärke der Branche zeigt sich nicht nur in der aktuellen Marktbilanz, sondern auch darin, dass sich diese Dynamik unmittelbar in einer hervorragenden Rebooking‑Quote und zahlreichen Vergrößerungswünschen für 2027 widerspiegelt. Über zwei Drittel der Fläche sind bereits gebucht“, sagt Dominik Dietz, Leitung Biofach. Akteure kamen ins Gespräch, neue Kooperationen wurden angestoßen, bestehende Partnerschaften vertieft. Tina Andres, Vorsitzende des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft, ergänzt: „Es ist schön zu sehen, wie Bio wächst – die politischen Botschaften für eine weiterhin starke Entwicklung wurden hier auf der Biofach gesetzt. Sie ist die unabdingbare Plattform für Einordnung, Begegnung, Innovation und Politik.“
Kongressfokus: Breite Themen, klare Orientierung
Das Leitmotto „Growing Tomorrow: Young Voices, Bold Visions!“ setzte den Rahmen für die inhaltliche Ausrichtung des Biofach-Kongresses und betonte die Bedeutung junger Perspektiven, neuer Impulse und eines generationenübergreifenden Dialogs für die Weiterentwicklung der Bio‑Branche. Gleichzeitig spiegelte der Kongress in seiner gesamten thematischen Breite die aktuellen Fragen und Herausforderungen der Wertschöpfungskette wider – von Marktentwicklung und Verbraucherperspektiven über Produktion und Lieferketten bis hin zu unternehmerischen Strategien, Politik, Wissenschaft und Nachhaltigkeit. In Foren, Panels und Formaten wie dem SustainableFutureLab wurde diskutiert, wie Bio weiter wachsen kann, welche Hürden der Branche derzeit begegnen und welche Lösungswege sich daraus ableiten lassen. Die meistbesuchten Panels, „EU Regulatory Update“ und „Neues vom Bio-Recht: Was sich in der Öko-Verordnung ändert und ändern muss“ zogen zusammen 415 Teilnehmende an. Insgesamt umfasste der Kongress 169 Slots.
Highlights des Rahmenprogramms
Die Eröffnung stieß auf große Resonanz und wurde durch die Keynote von Luisa Neubauer geprägt, die zentrale Impulse zu Verantwortung, Transformationswillen und globaler Perspektive setzte. Im Messegeschehen bot das Rahmenprogramm vielfältige Anknüpfungspunkte. Die Erlebniswelt PLANETARY HEALTH zeigte, wie Ernährung entlang planetarer Grenzen konkret gestaltet werden kann – von Theorie über Best Practices bis zu sensorischen Erfahrungen. Die 480 Produkte am Neuheitenstand genauso wie die von der Biofach-Trendjury ausgelobten Produkt- und Branchen-Trends lieferten einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und Strömungen der Branche. Auf der INNOVATION STAGE präsentierten 31 Start‑ups, sowie kreative Unternehmen ihre Neuheiten in Pitch‑Formaten, Paneldiskussionen und Marktimpulsen. Hier wurde sichtbar, was den Bio‑Markt der kommenden Jahre prägen wird.
Als Land des Jahres stand Indien im besonderen Fokus der Messe. Das Land präsentierte seine wachsende Bio‑Kompetenz, Exportstärke und Vielfalt – von Reis und Gewürzen bis zu Hülsenfrüchten und Hirse. Am Gemeinschaftsstand der staatlichen Behörde APEDA stellten 95 Ausstellende die Breite der ökologischen Landwirtschaft Indiens und die Rolle junger Akteure in einem dynamisch wachsenden Markt vor.
Die Biofach 2027 findet vom 16. bis zum 19. Februar 2027 in Nürnberg statt.










