Laut dem neuesten Datev-Spotlight „Löhne und Gehälter“ legten die Bruttostundenlöhne – inklusive Sonderzahlungen wie etwa die Energiepreispauschale – im Mittelstand in den vergangenen drei Jahren um rund 20% zu. „KMU beschäftigen mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen. Sie sind damit nicht nur zentral für die Beschäftigung, sondern auch ein exakter Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Der Anstieg des Bruttostundenlohns von 20% seit 2022 in diesen Betrieben ist repräsentativ für alle Unternehmen”, kommentiert Datev-CEO Prof. Dr. Robert Mayr. Das zeige auch ein Vergleich mit der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamtes.
Geschäftsführergehälter steigen langsamer
Auffällig ist, dass die Gehälter von Geschäftsführer/innen der Erhebung zufolge im betrachteten Zeitraum zwar ebenfalls steigen, aber langsamer als die übrigen Löhne. Ohne die Berücksichtigung von Privatentnahmen oder Sachleistungen bleibt ihr Zuwachs unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt: Seit 2022 haben sie um rund 12% zugelegt.
Starke Dynamik in unteren Lohngruppen
Besonders ausgeprägt sind dagegen die Zuwächse in den unteren 20% der Einkommen: Hier stiegen die Bruttostundenlöhne seit 2022 um mehr als 25%. Haupttreiber war die deutliche Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns zwischen Januar 2022 und Januar 2025 um rund 31%. „Das ist ein klarer Hinweis darauf, wie politische Entscheidungen direkt auf Einkommen wirken“, sagt Mayr. Bis Januar 2027 soll der gesetzliche Mindestlohn schrittweise auf 14,60 Euro steigen.
Das vollständige Spotlight finden Interessierte auf der Datev-Website (PDF).










