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Regionale Lebensmittel einzukaufen, ist vielen Verbrauchern wichtig. Das gilt besonders für Gemüse und Obst, für Eier sowie für Brot und Backwaren. Wichtig ist aber auch: Sie sollen preiswert sein. (Symbolbild)
© ChatGPT/BÄKO-magazin
BÄKO-magazin Ausgabe 12-25 Titel
Marktforschung

Preisbewusstsein wächst

Die Menschen in Deutschland achten beim Lebensmitteleinkauf wieder verstärkt auf den Preis. Diese und weitere Entwicklungen zeigt der neue Ernährungsreport 2025 „Deutschland, wie es isst“.

Bundesminister Alois Rainer hat am 27. November 2025 den neuen Ernährungsreport 2025 „Deutschland, wie es isst“ vorgestellt. Die Befragung im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zeigt, was den Menschen in Deutschland beim Essen wichtig ist, worauf sie beim Einkauf von Lebensmitteln achten und was auf den Tellern landet. Der Report wurde zum zehnten Mal erstellt und spiegelt entsprechend langfristige Trends und Entwicklungen wider.

 

Was beim Lebensmittelkauf wichtig ist

An erster Stelle steht für Verbraucher unangefochten der Geschmack (93%). Im Zehnjahresvergleich ist dieser Wert allerdings leicht gesunken (2015: 96%). Das Preisbewusstsein hat sich im Lauf der Zeit verändert: 2015 achteten 58% der Befragten darauf, dass Lebensmittel preiswert sind. Dieser Wert sank kontinuierlich und lag 2020 bei 46%. Seitdem steigt er wieder und liegt heute mit 59% etwas höher als vor zehn Jahren. Beim Essen außer Haus ist für 69% der Preis ein ausschlaggebender Aspekt.

 

Regionalität ist Trumpf

Nach wie vor gefragt sind bei den Verbrauchern regionale Produkte: 77% aller Befragten achten beim Einkauf darauf, dass Lebensmittel aus ihrer Region kommen. Je nach Produkt spielt die regionale Herkunft eine unterschiedliche Rolle: Für 80% der Befragten ist es sehr wichtig oder wichtig, dass Brot und Backwaren aus ihrer Region kommen, bei Fleisch und Wurstwaren gilt das für 71%, bei Milch und Milcherzeugnissen für 64%.

 

Bewusstsein für Inhaltsstoffe steigt

Veränderungen gab es bei den Prozentzahlen jener Befragten, die Wert darauf legen, dass ihr Essen weniger Zucker, Fette oder Salz enthält. So achten beim Kauf von verarbeiteten Lebensmitteln oder Fertigprodukten 64% immer oder meistens darauf, wie viel Zucker das Produkt enthält. 2019 waren es noch 58%. Auch der bewusste Kauf von salz- bzw. fettreduzierten Produkten ist von 2020 bis 2025 gestiegen: Bei Salz von 17 auf 21%, bei Fetten von 48 auf 54%. Das unterstreicht laut BMLEH die Bedeutung der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten (NRI). Danach hat sich die Wirtschaft verpflichtet, bis 2025 Kalorien, Zucker, Fette und Salz in ihren Produkten zu reduzieren.

Der vollständige BMLEH-Ernährungsreport 2025 „Deutschland, wie es isst“ ist hier zu finden.

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