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Im Gastgewerbe blieben im Oktober zu viele Plätze leer. Im Vergleich zum Vormonat weist der Datev Mittelstandsindex Umsatz im Gastgewerbe ein Minus von 5,5% auf. (Symbolbild)
© Pixabay/Cparks
TITEL BÄKO-magazin 1-26
Marktforschung

Mittelstand unter Spannung

Die mittelständische Wirtschaft in Deutschland ist im Oktober weiter geschrumpft. Die Zahlen des Datev Mittelstandsindex zeigen ein Minus bei Umsatz und Beschäftigung.

Der Datev Mittelstandsindex zeigt für den Start in das vierte Quartal bei der Umsatzentwicklung ein Minus von 0,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Abschwächung ist laut dem IT-Dienstleister real noch deutlicher, da die Daten saison- und kalenderbereinigt sind, die Preisentwicklung aber nicht eingerechnet wurde. Insbesondere das Gastgewerbe und Kleinstunternehmen kämpfen mit deutlichen Umsatzrückgängen. Für Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der Datev eG, machen diese Daten deutlich, wie dringend weitere Maßnahmen zur kurzfristigen Stärkung des Mittelstands benötigt werden: „Die bisherigen Stabilisierungshilfen sind unzureichend. Wir brauchen dringend eine klare Vision für unsere mittelständische Wirtschaft. Ein entschlossenes Reformsignal der Politik ist jetzt wichtiger denn je, um die Basis unseres Wirtschaftsstandortes zukunftsfest zu machen.“

 

Gastgewerbe besonders betroffen

Im Vergleich zum Vormonat steigt der Datev Mittelstandsindex Umsatz saison- und kalenderbereinigt um 0,4% auf 91,2 Punkte (2022=100). Der Dienstleistungssektor zeigt ein leichtes Plus von 0,5%. Alle anderen Branchen liegen im Minus. Besonders deutlich ist dies im Gastgewerbe (minus 5,5%). Aber auch im Bauhauptgewerbe (minus 1,4%) und im Handel (minus 1,3%) sank der Umsatz. Diese Entwicklung gilt laut Datev vor allem für Kleinstunternehmen: Hier ging der Umsatz um ganze 5,0% zurück. Dafür sei für den Oktober bei den kleinen und mittelgroßen Unternehmen ein Plus von 0,7 bzw. 0,8% zu sehen.

 

Steigende Löhne, Rückgang bei Beschäftigung

Der Datev Mittelstandsindex Lohn kletterte im November um 3,8% auf 116,7 Punkte im Vorjahresvergleich saison- und kalenderbereinigt. Ein deutlicher Anstieg ist in allen Branchen, Unternehmensgrößen und Bundesländern zu sehen. In der Tendenz sinken die Zuwachsraten langsamer, sind aber weiterhin höher als der Anstieg der Verbraucherpreise. Der Beschäftigungsindex ist im November um 0,7% auf 101,0 Punkte gesunken. Der Rückgang ist den Analysten zufolge im Vergleich zum Vorjahr saison- und kalenderbereinigt in allen Branchen und Unternehmensgrößen zu beobachten. Lediglich bei den mittleren Unternehmen stieg die Beschäftigung um 2,0% und damit mit einem geringeren Wachstum als in den vergangenen Monaten.

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