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Der Mittelstandsverbund fordert von der Politk eine standortpolitische Zeitenwende.
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Marktforschung

Lage im Mittelstand verbessert

Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung der mittelständischen Unternehmen zeugen von zaghafter Stabilisierung. Da Deutschland aber zunehmend unattraktiv für dem Mittelstand werde, fordert der Mittelstandsverbund eine standortpolitische Zeitenwende.

Die wirtschaftliche Lage im Mittelstand hat sich im letzten Quartal 2023 im Vergleich zum 3. Quartal leicht aufgehellt, zeigen die Zahlen der aktuellen Konjunkturumfrage des Mittelstandsverbunds. Für rund 30% der Verbundgruppen aus dem kooperierenden Mittelstand ging es zwischen Oktober und Dezember 2023 bergauf. Gleichzeitig stellte sich der wirtschaftliche Status Quo für rund 52% der Kooperationen befriedigend dar. Die Umsätze entwickelten sich bei rund 26% der Verbundgruppen positiv, bei ebenfalls 26% der Unternehmen zeigte sich keine Veränderung. Damit bewerteten im Schlussquartal 2023 mehr als die Hälfte der Verbundgruppen ihre Umsätze als stabil oder steigend.

Wie haben sich die Umsätze bei den Anschlusshäusern der Verbundgruppen im letzten Quartal 2023 entwickelt? Für rund 32% der Unternehmen ging es ins Plus, was einem Anstieg von mehr als zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vor-Quartal mit noch 21,2% entspricht. Bei mehr als 20% der Anschlusshäuser waren die Umsatzzahlen stabil. Positiv fällt auch der Blick in die Zukunft aus, denn rund 32% und damit fast ein Drittel der Unternehmen planen für die nahe Zukunft, mehr zu investieren. 16,7% planen mit weniger Investitionen. Beim Ausblick aus dem Vor-Quartal waren das aber noch rund 33%.

 

Mehr Mitarbeitende, aber hohe Hürden

In Sachen Beschäftigung zeigt sich im Schlussquartal 2023 ebenfalls tendenziell ein Anstieg – so steigerten mehr als 20% der Verbundgruppen ihre Mitarbeitendenzahl, bei mehr als 74% der Unternehmen blieb die Beschäftigung unverändert. In naher Zukunft planen rund 28% der Kooperationen einen Personalzuwachs. Bei rund 57% und damit dem Gros der Verbünde soll es in den kommenden Monaten hier keine Veränderungen geben. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Anschlusshäusern der Kooperationen ab – zwischen Oktober und Dezember haben mehr als 11% der Unternehmen mehr Personal eingestellt, was im Vergleich zum 3. Quartal mit 3,8% einem Zuwachs von etwa sieben Prozentpunkten entspricht. Gleichzeitig stagnierte bei rund 69% der Mitgliedsunternehmen die Beschäftigung.

Wo sehen mittelständische Unternehmer die zentralen Gründe für die abnehmende Standortattraktivität Deutschlands, die im November 2023 von Deloitte in einer Studie bestätigt wurde? Auf Platz eins liegt die überbordende Bürokratie mit 87% der Stimmen, gefolgt vom Fach- und Arbeitskräftemangel mit 64,8%. Auch die hohen Energie- und Rohstoffpreise sind mit 55,6% der Stimmen unter den Top 3.

An der Konjunkturumfrage haben sich 54 Verbundgruppenzentralen mit rund 41.000 angeschlossenen Unternehmen aus insgesamt 17 Branchen beteiligt. Den vollen Bericht gibt es auf der Website des Mittelstandsverbunds.

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