on on on
Das Weihnachtsgeschäft ist eigentlich ein Umsatzbringer. 2025 war es dagegen erneut von Kaufzurückhaltung geprägt. (Symbolbild)
© ChatGPT/BÄKO-magazin
BÄKO-magazin Titelbild 2-26
Marktforschung

Keine Anzeichen für Erholung

Die Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Lage für den Mittelstand haben sich zum Jahresende nicht erfüllt. Das zeigen die aktuellen Daten des Datev Mittelstandsindex. Eine Belebung durchs Weihnachtsgeschäft blieb vielerorts aus.

Nach einer leichten Erholung im November sind die Umsätze laut Datev Mittelstandsindex im Dezember wieder rückläufig. Der saison- und kalenderbereinigte Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt 1,6%. Auch im Handel bleibt die Belebung aus, die üblicherweise mit dem Weihnachtsgeschäft verbunden ist. Die Umsatzentwicklung liegt hier im saisonbereinigten Vorjahresvergleich bei –1,3%. „Wie befürchtet, ist das Weihnachtsgeschäft zum vierten Mal in Folge am Einzelhandel vorbeigegangen. Vor allem Kleinst- und kleine Unternehmen spüren die anhaltende Kaufzurückhaltung, steigende Kosten und den strukturellen Wandel besonders stark“, konstatiert Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der Datev. Sein Fazit: „2025 war ein weiteres verlorenes Jahr für den Mittelstand.“

 

Alle Branchen betroffen

Von der rückläufigen Umsatzentwicklung sind mit Ausnahme des Baugewerbes alle Branchen betroffen. Am stärksten ausgeprägt ist sie bei den Kleinst- und kleinen Unternehmen, die im Durchschnitt 4,8% weniger in die Kassen bekommen haben. Der Indexwert für den Umsatz fällt im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 2,2 auf 89,9 Punkte, und verdeutlicht die insgesamt weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage im Mittelstand.

 

Steigende Löhne, sinkende Beschäftigung

Im Gegensatz zum Umsatz steigt der Lohnindex im Dezember weiter. Gegenüber dem Vormonat legt er saison- und kalenderbereinigt um 0,4 auf 116,8 Punkte zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Löhne und Gehälter um 3,8% gestiegen. Damit liegt die Lohn- und Gehaltsentwicklung weiterhin über der allgemeinen Preisentwicklung.

Bei der Beschäftigung ist der leichte Abwärtstrend laut Datev ungebrochen. Im Dezember sinkt der Beschäftigungsindex saison- und kalenderbereinigt auf 100,8 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Rückgang von 1,1%. Dabei fällt die Beschäftigungsentwicklung nach Branchen und Unternehmensgrößen unterschiedlich aus. Wie schon in den Vormonaten werden insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe und in der Gastronomie Stellen abgebaut.

MittelstandStatistik
Baeko-magazin Warenkunde

Marktplatz Digital

Das könnte Sie auch interessieren

Das Bild zeigt eine Deutschlandkarte. Im Inneren sind Milch, Getreide und Backwaren zu sehen. Außen ein paar Körbe mit Obst und Gemüse.
Eine Mitgliederliste zeigt ein paar mit Rotstift durchgestrichene Namen.