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Die nominale Kaufkraft in Deutschland wächst. Ob der Zuwachs 2026 auch zu einem realen Plus führt, hängt von der Entwicklung der Verbraucherpreise ab. (Symbolbild)
© ChatGPT/BÄKO-magazin
Das Symbolbild zeigt eine kontaktlose Bezahlung an der Theke einer Bäckerei. Im Vordergrund sind unscharf Backwaren in der Auslage zu sehen.
BÄKO-magazin Ausgabe 5-26 Titelblatt
Marktforschung

Kaufkraft in Deutschland wächst

Im DACH-Ländervergleich liegt die Schweiz bei der Kaufkraft pro Kopf weiter auf Platz eins. Deutschland weist jedoch innerhalb der DACH‑Region das stärkste Kaufkraftwachstum auf. Das zeigt die aktuelle NIQ-Studie zur Kaufkraft 2026.

Innerhalb der DACH‑Region weist Deutschland laut der NIQ-Studie zur Kaufkraft 2026 das stärkste Kaufkraftwachstum auf. Gegenüber dem revidierten Vorjahreswert steigt das verfügbare Nettoeinkommen der Schweizer und Österreicher 2026 nominal um 2,5%, während Deutschland mit 5,0% eine rund doppelt so hohe Zuwachsrate verzeichnet. Die größte absolute Kaufkraftsumme entfällt auf Deutschland mit 2.607 Mrd. Euro, gefolgt von der Schweiz mit 495,4 Mrd. Euro (ohne Liechtenstein) und Österreich mit 290 Mrd. Euro.

Carsten Buchart, Experte im Bereich Geomarketing von NIQ, kommentiert: „Während Deutschland 2026 mit einem nominalen Plus von 5,0% das stärkste Wachstum der Pro‑Kopf‑Kaufkraft in der DACH‑Region verzeichnet, legen Österreich und die Schweiz mit jeweils 2,5% moderater zu. Spannend ist jedoch eine feinräumigere Betrachtung: In allen drei Ländern erreichen vor allem Umlandkreise wirtschaftsstarker Zentren die höchsten Pro‑Kopf‑Kaufkraftwerte. Hauptstadtregionen liegen dagegen meist unter dem jeweiligen Landesdurchschnitt.“

 

Pro-Kopf-Kaufkraft: Schweiz mit großem Vorsprung

2026 liegen die Schweizer bei der Kaufkraft im deutschsprachigen Raum erneut auf Platz eins. Mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 54.730 Euro steht ihnen deutlich mehr Geld für Konsum und Sparen zur Verfügung als den Österreichern mit 31.454 Euro und den Deutschen mit 31.193 Euro.

Die Kaufkraft misst das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten und steht für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung. Ob der nominale Kaufkraftzuwachs 2026 tatsächlich zu einem realen Plus führt, hängt allerdings maßgeblich von der Entwicklung der Verbraucherpreise ab.

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