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Das Handwerk steht vor Herausforderungen.
© giulioperricone/pixabay.com 2019
Marktforschung

Auf und ab im Handwerk

Laut Statistischem Bundesamt setzt sich der Beschäftigungsrückgang trotz nominalem Umsatzplus im Handwerk fort.

Im 2. Quartal 2022 ist der Umsatz im zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland gegenüber dem 2. Quartal 2021 nominal (nicht preisbereinigt) um 7,4% gestiegen. Damit hielt der positive Trend aus dem 1. Quartal 2022 (+16% gegenüber dem Vorjahresquartal) an. Allerdings ist der Anstieg auch vor dem Hintergrund der starken Preissteigerungen in den vergangenen Monaten zu betrachten: Die deutlichen Preissteigerungen beispielsweise von Energie, Metallen oder Getreidemehl auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen wirkten sich erhöhend auf die Verbraucherpreise und damit auf die nominalen Umsätze der Handwerksunternehmen aus.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren Ende Juni 2022 im zulassungspflichtigen Handwerk 0,9% weniger Personen tätig als Ende Juni 2021. Damit ging die Beschäftigung im zulassungspflichtigen Handwerk seit Ende des 1. Quartals 2020 durchgängig gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitpunkt zurück.

 

Umsatzplus von 14,3 % im Lebensmittelgewerbe

Den größten Umsatzzuwachs gab es im Lebensmittelgewerbe (+14,3%). In den zugehörigen Gewerbezweigen Konditoren (+31,2%), Bäcker (+12,2%) und Fleischer (+14,7%) konnten jeweils höhere Umsätze erzielt werden als ein Jahr zuvor, als diese Zweige noch stark von coronabedingten Einschränkungen betroffen waren und aufgrund des ausbleibenden Cateringgeschäfts oder geschlossener Café- und Bistrobereiche geringere Umsätze verzeichneten, so Destatis und weiter: Zusätzlich ist davon auszugehen, dass auch die starken Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln in den zurückliegenden Monaten zum nominalen Umsatzzuwachs beigetragen haben.

 

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