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Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Im Jahr 2020 hatte die Corona-Krise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigkeit beendet. (Foto: geralt/pixabay.com2021)
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Marktforschung

Auf gleichem Niveau

Im Jahresdurchschnitt 2021 waren rund 44,9 Mio. Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Laut Destatis lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen somit auf gleichem Niveau (+7 000 Personen; 0%) wie im Vorjahr.

Im Jahr 2020 hatte die Corona-Krise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigkeit beendet und zu einem Rückgang um 370.000 Personen (–0,8 %) geführt. Der seit 2006 andauernde Beschäftigungszuwachs wäre vermutlich auch ohne die Corona-Krise bald zum Ende gekommen, da das Erwerbspersonenpotenzial aufgrund des demografischen Wandels schwindet. Diese Entwicklung wird derzeit immer weniger durch eine höhere Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte kompensiert.
Unterschiedliche Entwicklung in den Wirtschaftsbereichen
In den Dienstleistungsbereichen gab es im Jahr 2021 in der Summe mit insgesamt +94.000 Personen oder +0,3% gegenüber 2020 wieder einen Zuwachs auf rund 33,7 Mio. Personen. 2020 war die Zahl um 197.000 Personen oder 0,6 % gegenüber 2019 gesunken. Dabei entwickelten sich die einzelnen Wirtschaftsbereiche 2021 jedoch sehr unterschiedlich: Die größten Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +249.000 Erwerbstätigen (+2,2%) sowie im Bereich Information und Kommunikation mit +33.000 Personen (+2,4%), also in jenen Bereichen, die auch im Krisenjahr 2020 noch Zuwächse erzielen konnten. Bei den Unternehmensdienstleistern, zu denen auch die Arbeitnehmerüberlassung zählt, gab es nach größeren Verlusten im Jahr 2020 (-120.000 Personen; -1,9%) ebenfalls ein Plus von 33.000 Personen (+0,5%). Dagegen kam es im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe mit -176.000 Personen (-1,8%) wie schon im Jahr zuvor (-218.000 Personen; -2,1%) erneut zu größeren Beschäftigungsverlusten.
Abwärtstrend bei Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger
Die Zahl aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nahm im Jahresdurchschnitt 2021 um 115 000 Personen (+0,3 %) auf rund 41,0 Mio. zu. Zu diesem Anstieg hat maßgeblich die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung beigetragen, wie die bis zum 3. Quartal vorliegenden Strukturdaten belegen. Größere Beschäftigungsverluste gab es dagegen wie schon 2020 bei der Zahl der marginal Beschäftigten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten). Bei den Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger setzte sich der seit nunmehr zehn Jahren andauernde Abwärtstrend im Jahr 2021 weiter fort: Ihre Zahl sank gegenüber 2020 um 108.000 Personen auf 3,9 Mio. (-2,7%). Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass Kurzarbeitende nach den Konzepten der Erwerbstätigenrechnung und der Arbeitskräfteerhebung als Erwerbstätige zählen. Zahl der Erwerbslosen geht deutlich zurück Die Zahl der Erwerbslosen (nach international vergleichbarer ILO-Definition) in Deutschland sank nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung im Jahresdurchschnitt 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 159.000 Personen oder 9,6% auf 1,5 Mio. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe der Erwerbstätigen und Erwerbslosen, ging im gleichen Zeitraum um 173.000 Personen (-0,4%) auf 46,3 Mio. zurück. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 3,6% auf 3,3%.

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