Insgesamt geben die Deutschen 2025 bundesweit rund 4,2 Mrd. Euro für Kaffee und 896 Mio. für Tee aus. Das entspricht einer durchschnittlichen Kaufkraft von 50 Euro für Kaffee und 11 Euro für Tee. Bezogen auf die Einzelhandelskaufkraft von 6.226 Euro pro Kopf macht der Anteil von Kaffee und Tee an allen Ausgaben im Food- und Nonfood- Bereich knapp 1% aus. Filip Vojtech, Einzelhandelsexperte im Bereich Geomarketing von NIQ, kommentiert: „Unsere Daten zeigen: Wo viel Kaffee gekauft wird, landet auch Tee häufiger im Einkaufswagen. Dieses Muster deutet auf eine wachsende Genussorientierung hin. Kaffee bleibt dabei das klare Lieblingsheißgetränk der Deutschen – mit einer Kaufkraft, die fast fünfmal so hoch ist wie die für Tee. Für den Handel eröffnen die regionalen Unterschiede spannende Chancen: Wer die Genuss-Hotspots kennt, kann gezielt auf die Bedürfnisse dieser Lifestyle-orientierten Zielgruppen eingehen und Sortiment sowie Werbung entsprechend ausrichten.“ Die Pro-Kopf-Kaufkraft misst das durchschnittliche, verfügbare Ausgabepotenzial am Wohnort der Konsumenten und bezieht sich dabei auf alle Einwohner einer Region. Zwar konsumieren nicht alle Menschen die Produkte in gleichem Umfang – eine Ausweisung pro Kopf erlaubt jedoch den direkten Vergleich der Kaufkraftpotenziale je Sortiment und je Region.
Die Pro-Kopf-Kaufkraft misst das durchschnittliche, verfügbare Ausgabepotenzial am Wohnort der Konsumenten und bezieht sich dabei auf alle Einwohner einer Region. Zwar konsumieren nicht alle Menschen die Produkte in gleichem Umfang – eine Ausweisung pro Kopf erlaubt jedoch den direkten Vergleich der Kaufkraftpotenziale je Sortiment und je Region.
Wohlhabende Regionen und Ostdeutschland liegen vorn
Die regionale Verteilung der Kaufkraft für Kaffee auf Ebene der Stadt- und Landkreise zeigt: Neben größeren Städten finden sich auf den vorderen Rängen auch Landkreise mit hoher allgemeiner Kaufkraft. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 61 Euro belegen der Landkreis Starnberg und die beiden Stadtkreise München und Wolfsburg die ersten drei Ränge und liegen rund 22% über dem Bundesdurchschnitt. Auffällig ist zudem, dass ältere Haushalte ab 55 Jahren überdurchschnittlich viel Kaffee trinken. Dies trifft insbesondere auch auf zahlreiche ostdeutsche Kreise zu. Die wenigsten Kaffeeliebhaber gibt es im Stadtkreis Pirmasens. Dort liegen die Ausgaben mit 39 Euro pro Kopf 22% unter dem Bundesdurchschnitt. Der Landkreis Peine ist hingegen von allen 400 deutschen Kreisen am nächsten am bundesweiten Durchschnitt: Dort geben die Einwohner pro Kopf rund 50 Euro für das beliebte Heißgetränk aus. Bei Tee zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Top-Regionen sind überwiegend wohlhabend und urban. Wer ein höheres Einkommen hat und viel Kaffee konsumiert, greift häufig auch zu Tee – ein Hinweis auf den Trend zur Genussorientierung. Zusätzlich getrieben wird dieser Effekt durch ein steigendes Gesundheitsbewusstsein. Neben den Landkreisen München und Starnberg sowie der Stadt München, die alle bei der allgemeinen Kaufkraft die Rangliste anführen, liegen auch die beiden Wissenschafts- und Verwaltungsstädte Bonn und Jena auf den vorderen Rängen. Im Schnitt geben die Menschen dort rund 13 Euro für Tee aus und damit mindestens 20% mehr als der deutsche Durchschnitt.
Am wenigsten Tee wird – wie bei Kaffee – im Stadtkreis Pirmasens konsumiert: Dort liegen die Ausgaben mit weniger als 8 Euro pro Kopf knapp 27% unter dem Bundesdurchschnitt. Den durchschnittlichsten Teekonsum gibt es im Stadtkreis Essen mit 11 Euro pro Einwohner. Der Stadtkreis Hamburg, der für seine Speicherstadt und die vielen Teekontore bekannt ist, ist auf Kreisebene erst auf Rang 34 zu finden. In der Hansestadt geben die Menschen im Schnitt knapp 12 Euro für Tee aus, womit sie mehr als 9% über dem deutschen Durchschnitt liegen. Anders sieht es jedoch auf Ebene der Bundesländer aus: Dort belegt Hamburg mit deutlichem Abstand den ersten Platz – vor Sachsen, das mit 6% weniger auf dem zweiten Rang folgt.










