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Stolz auf die Tradition, energischer Blick nach vorne: der „Mitteldeutsche Bäckerinnungsverband“.
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BÄKO-magazin Titel Ausgabe 4-26
Innungen

Gemeinsam stärker

Der Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen und der Landesinnungsverband für das Thüringer Bäckerhandwerk haben sich zum „Mitteldeutschen Bäckerinnungsverband“ zusammengeschlossen.

Die Jahresmitgliederversammlungen beider Verbände sprachen sich bei ihrem Treffen in Leipzig ohne Gegenstimme für die Verschmelzung aus und bestätigten die neue Satzung samt Übertragungsvertrag. Die Geschäftsführung liegt weiterhin in den bewährten Händen von Manuela Lohse und ihrem Team, das seit 2013 für die Saxonia und seit 2014 für den LIV Thüringen aktiv ist.

 

Der neue Vorstand

Zum Landesinnungsmeister bestimmte der neue, gemeinsame Verband einstimmig Stefan Richter aus Kubschütz (Bäckerinnung Bautzen), zu seinen Stellvertretern wurden Celestina Brandt (BI Mittelthüringen), gleichzeitig Sprecherin für die Bäcker im Bundesland Thüringen, und Mathias Möbius (BI Mittelsachsen) gewählt. Den geschäftsführenden Vorstand ergänzen Karin Kowanda (BI Erzgebirge) und Mario Gräfe (BI/KI Ostthüringen). Sechs weitere Meister/innen gehören dem Gesamtvorstand an, dies sind fortan Therese Martin, Tobias Nönnig, Alexander Schellenberger, Heiko Schmidt, Jörg Schürer und Rico Uhlig.

Zahlreiche Ehrengäste und Ehrenmitglieder der Verbände wie Michael Wippler und Wolfgang Laudenbach begleiteten die Tagung. Sie befürworteten unisono die Fusion und unterstrichen die Bedeutung dieses Schritts für die Zukunft des regionalen Bäckerhandwerks:

  • Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks: „Sich als zukunftsfähige Organisation aufzustellen bedeutet, selbst über seine Zukunft entscheiden zu können. Es ist ein weiterer Baustein auf einem jahrhundertelangen Weg.“
  • Roland Ermer, Präsident des Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks: „Diese Fusion ist keine Notheirat, aber sie ist notwendig. Wir brauchen starke Landesinnungsverbände, um uns im Bund durchzusetzen.“
  • Uwe Nostiz, Präsident des Sächsischen Handwerkstags: „Es entsteht eine noch schlagkräftigere Vertretung für die rund 550 Innungsbetriebe.“
  • Stefan Lobenstein, Präsident des Thüringer Handwerkstags: „Wirtschaftspolitik ist auch Psychologie. Es gilt, den Stolz auf den Berufsstand nach außen zu tragen.“
  • Tobias Exner, Vorstandsmitglied des Bäcker- und Konditoren Landesverbands Berlin-Brandenburg: „Bäcker sein bedeutet: Selbstständigkeit, Kreativität, Probleme durch harte Arbeit lösen. Die Verbandsarbeit hat in den vergangenen 20 Jahre große Fortschritte gemacht.“

 

Zuwachs erwünscht

Die Innungsfusion zum „Mitteldeutschen Bäckerinnungsverband“ bringt zwölf sächsische und drei thüringische Regionalinnungen zusammen, die rund 550 Betriebe repräsentieren. Zudem versicherte Sachsen-Anhalts Landesinnungsmeister Manfred Stelmecke in seinem Grußwort vor Ort, die Mitglieder seines Verbands hätten sich bereits zum Beitritt bekannt, der erfolgen soll, sobald verbleibende organisatorische und vermögensrechtliche Aufgaben bewältigt sind. Eine neue Beitragsordnung, zunächst für die kommenden zwei Jahre, wurde ebenfalls in Leipzig verabschiedet. Einen gemeinsamen Fokuspunkt für die Verbände stellt die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen in Dresden dar, dessen aktuelle Aktivitäten die Schulleiter Britta Böhnki und André Bernatzky vorstellten.

LIM Stefan Richter betonte in seinem Jahresbericht, es sei wichtig, dass das Handwerk seine „Sichtbarkeit“ erhöht bzw. hoch hält und sich immer wieder in die Politik einbringe mit konkreten Lösungsansätzen für die anstehenden Herausforderungen. Durch regionale Unterschiede werde das Bäckerhandwerk einzigartig, aber die Gemeinschaft in der Innung mache es stärker und durchsetzungsfähiger.

FusionLandesinnungsverbandTagung
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