Rund 100 Gäste begrüßten im festlichen Rahmen des BerufsschulCampus in Schwalmstadt die Obermeister Fritz Kästel (Trochenerfurth) und Olaf Nolte (Schwarzenborn) und gratulierten zur bestandenen Abschlussprüfung. In seiner Eröffnungsrede lobte Obermeister Kästel den Ehrgeiz, das Können und die Ausdauer der neuen Fachkräfte. „Wie wichtig gute Fachkräfte in der Produktion und im Verkauf sind erkennen Betriebe und Kunden an der Qualität der Produkte. Qualität kommt vom Können und beides muss jeden Tag erneut unter Beweis gestellt werden“, sagte er und dankte den Ausbildungsbetrieben für ihr Engagement.
„Immer mehr Menschen legen Wert auf regionale Produkte, kurze Lieferketten und nachhaltige Herstellung. Handwerksbäckereien können genau das bieten“, sagte Olaf Nolte, Obermeister der Bäckerinnung Schwalm-Eder. Traditionelle Backmethoden, lange Teigführungen und natürliche Zutaten sorgen für Geschmack und Bekömmlichkeit, die Supermarktware oft nicht erreicht, erklärte Nolte und warb für mehr regionalen Bewusstsein bei den Verbrauchern.
100 von 100 Punkten
„So lange ich denken kann, gab es sowas noch nie bei einer Bäckergesellenprüfung. 100 von 100 möglichen Punkten“, war Olaf Nolte sichtlich begeistert. Gemeint war Kai Laube aus Gilserberg, der seine Ausbildung bei der Friedrich Viehmeier Bäckerei GmbH in Gilserberg, absolvierte. Aber auch die anderen Bäcker glänzten mit Topleistungen. So gibt es in diesem Jahr ein weiteres Novum: Bei den German Skills, dem Leistungswettbewerb der Handwerksjugend, stellt die Bäckerinnung Schwalm-Eder vier von 16 Teilnehmern, die um die hessische Ausbildungskrone kämpfen. „Auch das gab es noch nie in unserer Innung“, sagte Nolte nicht ohne Stolz. So werden neben Laube auch Laurin Orth, Lena Müller und Carl Philip Nolte in der Meisterschaft antreten. Bei den Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk, Bäckerei stach Talina Krauß aus Homberg (Schwälmer Brotladen, Gilserberg) mit ihrer Prüfungsleistung hervor.










