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Einsatz auf dem Dresdner Brotmarkt: OM Rico Uhlig und GF Manuela Lohse
© Bäckerinnung Dresden
Titelbild BÄKO-magazin Ausgabe 10/26
Innungen

Dresdner Bäcker locken mit Kümmelbrot

Am 12. und 13. September 2026 präsentierten die Dresdner Innungsbäcker auf der Seestraße am Altmarkt ihr Handwerk. Im Mittelpunkt standen ein Vergleich verschiedener Kümmelbrot-Varianten soiwie die öffentliche Brot- und Brötchenprüfung durch das Deutsche Brotinstitut.

Der Dresdner Brotmarkt gehört seit den 1990er-Jahren zum Innungsleben der Stadt und ist nach der Wiedervereinigung entstanden. Über die Jahrzehnte hat sich das Format mehrfach weiterentwickelt. Konstant geblieben ist der Anspruch, handwerkliche Qualität im öffentlichen Raum sichtbar zu machen und den direkten Draht zwischen Betrieben und Endkunden zu pflegen. Einen besonderen Akzent setzten in diesem Jahr die verschiedenen Interpretationen des Kümmelbrotes. Jeder teilnehmende Betrieb brachte seine eigene Variante mit – und zeigte damit, wie unterschiedlich ein traditioneller Klassiker schmecken kann.

 

Prüfung als Kernelement

Ein fester Bestandteil beim Dresdner Brotmarkt ist bis heute die öffentliche Brot- und Brötchenprüfung. In diesem Jahr nahm Brotprüfer Maik Wegner vom Deutschen Brotinstitut die eingereichten Backwaren der Innungsbetriebe direkt vor den Augen der Besucher unter die Lupe. Dabei wurde aus der Qualitätsprüfung zugleich Verbraucherinformation: Die Besucher konnten zuschauen, Fragen stellen und erfahren, worauf es bei Kruste, Krume, Geruch, Geschmack und weiteren Qualitätsmerkmalen ankommt.

 

Aufwand für die Betriebe

Hinter den zwei Markttagen steckt einiges an gemeinsamer Arbeit. Der Vorstand der Bäckerinnung gibt den Rahmen vor, die Geschäftsstelle kümmert sich um Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und die Förderung durch den Freistaat Sachsen. Entscheidend seien aber  die Betriebe, die ihre Brote mitbringen, Personal stellen und zwei Tage lang vor Ort Gesicht für ihr Handwerk zeigen: „Wir wissen sehr genau, dass ein solcher zusätzlicher Einsatz neben dem täglichen Betrieb heute nicht mehr selbstverständlich ist. Deshalb gilt unser besonderer Dank allen teilnehmenden Bäckereien und der Dresdener Mühle. Sie sind es, die den Brotmarkt mit Leben füllen“, sagt Manuela Lohse, GF (Geschäftsführerin) der Bäckerinnung Dresden.

 

Überregionale Anziehungskraft

Dass sich der Aufwand über das lokale Publikum hinaus lohnt, zeigte laut Innung eine Begegnung vor Ort: Einige Besucher waren eigens aus Berlin angereist, um sich durch das Angebot der Dresdner Bäcker zu probieren. Ein Indiz dafür, dass Formate mit klarem handwerklichem Profil auch überregionale Anziehungskraft entwickeln können.

Auch medial wurde die Veranstaltung breit begleitet. Radio Dresden sendete live vor Ort, im Vorfeld warben der Sender, Dresden Fernsehen sowie das Fahrgastfernsehen in Straßenbahnen und Bussen für den Termin. Auf der Bühne des parallel laufenden Herbstmarktes stellten OM (Obermeister) Rico Uhlig, Geschäftsführerin Manuela Lohse und Brotprüfer Maik Wegner das Bäckerhandwerk gemeinsam vor.

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