2 für 300 – Tamina in Venedig
Venedig – Hauptstadt der Region Venetien und schon seit Jahren ein Sehnsuchtsort für Menschen aus aller Welt. Auf die etwa 50.000 Einwohner der Lagune selbst treffen jährlich bis zu 30 Millionen Tourist – kein Wunder, denn Venedigs Infrastruktur ist reichhaltig an antiker Kunst, prunkvollen Palästen und einem geradezu magischen Flair an jeder Ecke. Doch wie lässt sich dieser teure Touristenmagnet mit schmaler Reisekasse erleben? Reichen 300 Euro für 2 Personen und 2 Tage aus?
In der Folge „2 für 300 – Venedig“ wollen Tamina Kallert und Uwe Irnsinger genau das herausfinden. Wie immer haben sie für das Angebot aus Kultur, Essen, Hotelübernachtung und Transport in der Lagunenstadt ein begrenztes Budget von 300 Euro. Günstige Snacks finden die beiden, wo sie auf Einheimische treffen: in der Traditionsbäckerei Pasticceria Rizzardini gibt’s Süßes direkt auf die Hand und in einem der günstigsten Bacaro der Stadt, dem „Bacareto da Lele“, finden sie Salziges: die für Venedig typischen Cicchetti. Auch altes Handwerk liegt auf ihrer Route – und das ist ausgesprochen vielfältig: Tamina und Uwe lernen nicht nur die Geheimnisse der Glasbläserei und Maskenfertigung, sondern schauen sich auch an, wie der Buchdruck früher funktioniert hat und heute auf junge, moderne Art weiterlebt.
Samstag, 15. August, WDR Fernsehen, 5.40 Uhr
Jack und sein Ofen – Ein ungewöhnlicher Bäcker
Jack Capt ist ein Hobbybäcker um die 60, der einmal pro Woche in einem mittelalterlichen Gemeinschaftsofen Brot backt. Historisch war der Ofen ein Ort der Gemeinschaft. Für Jack ist er heute ein Ort der Stille, der Tradition und der Leidenschaft. Als Koch und Konditor gestartet, begleitete er danach über zwei Jahrzehnte benachteiligte Jugendliche. Das Brotbacken ist kein Broterwerb, sondern ein wöchentliches Ritual. Jacks Partnerin hilft beim Backen und Ausliefern und beschreibt ihn so wie sein Brot: rustikal, durch und durch gut und großzügig.
Samstag, 15. August, 3sat, 9.05 Uhr
Die Konditorin mit dem Truck
Etwas machen, was sonst keiner macht, das ist das Ziel von Konditorin Nanetta Ruf. Mit viel Idealismus und einer ordentlichen Portion Mut gründet sie nach der Ausbildung zur Konditormeisterin ihr eigenes Geschäft. Aber keine Standard-Konditorei an einem festen Ort, sondern ein großer Truck soll es sein, in dem sie all ihre süßen Leckereien produziert. Dafür hat sie einen Lkw-Führerschein gemacht. Groß und mächtig der Lkw, liebevoll und filigran ihre Produkte, die sie in ihrer mobilen Konditorei auf sechs Rädern zaubert. Nanetta Ruf – eine ungewöhnliche Frau mit spannender und tonnenschwerer Geschäftsidee.
Samstag, 15. August, hr fernsehen, 16.45 Uhr
Die Nordreportage: Backen ohne Nachtschicht
Während viele Bäckereien nachts ihre Brötchen und Brote produzieren, hat sich Lukas Kröhl bewusst dagegen entschieden. Der 29-jährige Bäckermeister aus dem niedersächsischen Schöningen im Landkreis Helmstedt öffnet seine Bäckerei erst um 13 Uhr. Frühe Märkte und klassische Frühstückskundschaft kommen für ihn kaum infrage. Trotzdem wächst sein Betrieb.
Bis 10 Uhr müssen etwa 300 Brote und 400 Brötchen fertig gebacken sein. Die größte Herausforderung: Für die gesamte Produktion steht nur ein Ofen zur Verfügung. Dabei hängt vieles von der Vorbereitung ab. Schon am Vortag setzt Teigmacher Michael Stiewe die Brotteige an. Temperatur und Zutaten müssen stimmen, damit die Teige bis zu 24 Stunden ruhen können. Gleichzeitig will Lukas die Senfkruste nach einem Jahr zurück ins Sortiment bringen. Bevor das Aktionsbrot verkauft werden kann, muss er die Rezeptur noch einmal testen. In seiner Ausbildung begann Lukas häufig um 17 Uhr mit der Arbeit. Feierabend war oft erst nachts. Als er sich vor drei Jahren selbstständig machte, wollte er es anders machen. Der Verzicht auf Nachtarbeit bedeutet allerdings auch, neue Wege zu finden, um Kundinnen und Kunden zu erreichen. Neben der Bäckerei in Schöningen setzt Lukas deshalb auf zwei weitere Verkaufsstandorte, später öffnende Wochenmärkte und Gastronomiebetriebe in der Region. „Die Nordreportage“ begleitet Lukas Kröhl und sein Team und zeigt, wie er versucht, eine Bäckerei ohne Nachtschichten erfolgreich zu führen.
Montag, 17. August, NDR Fernsehen, 18.15 Uhr
besseresser: Die Tricks in Torte & Co.
Sebastian Lege deckt die Tricks hinter den beliebtesten Produkten aus dem Supermarkt auf. 1975 startet „Coppenrath & Wiese“ den Verkauf von tiefgekühlten Backwaren und Torten. Damals eine Revolution, heute Standard in jedem Supermarkt. Sahnetorten wie die Schwarzwälder Kirschtorte werden maschinell am Fließband gefertigt. Jedes Exemplar sieht exakt gleich aus und bietet dasselbe Versprechen: beste Qualität und lange Haltbarkeit im Tiefkühlfach. Wie ist das möglich? Schließlich kann das Gefrieren und anschließende Auftauen die Qualität von Lebensmitteln enorm verschlechtern. Sebastian Lege zeigt, wie die Industrie gefrierstabile Torten trickst. Bäckerei-Discounter verkaufen neben Backwaren auch fleischhaltige Snacks wie Sandwiches, Pizzazungen oder Geflügelrollen. Das Prinzip: Massenware zu Discounterpreisen. Separatorenfleisch macht Produkte besonders günstig. In seiner Werkstatt stellt Sebastian Lege im selbst gebauten Separator die günstige Masse her, die laut EU-Verordnung nicht mehr Fleisch genannt werden darf. Sie muss klar als Separatorenfleisch gekennzeichnet werden. In Deutschland werden jährlich Tausende Tonnen Separatorenfleisch verarbeitet. Experten vermuten, dass nicht alle Hersteller offen damit umgehen.
Montag, 17. August, ZDFinfo, 21 Uhr
besseresser: Die Tricks von ja!, gut&günstig & Co.
Günstige Produkte haben es in sich: Sebastian Lege deckt die Tricks der Lebensmittelindustrie auf, die spart, wo sie kann. Cremedessert – schon der Name verspricht: samtweiche Konsistenz und viel gute Schlagsahne. Doch es gibt einen Grund, warum sich nicht jede Schokocreme „Pudding“ nennen darf. Die meisten Produkte enthalten zwar Milch und Kakao, jedoch oft in fettarmer Variante. Den spart sich die Lebensmittelindustrie. Was die vielen Zutaten stattdessen aneinanderbindet und das cremige Mundgefühl ausmacht, das weiß Sebastian Lege. In seiner Werkstatt stellt er selbst eine Schokocreme nach Vorbild von „Dany Sahne“, „Grand Dessert“ und Co. her und verrät: Es sind vor allem Bindemittel Trumpf. Carrageen und modifizierte Stärke halten die Zutaten zusammen.
Montag, 17. August, ZDFinfo, 21.45 Uhr
besseresser: Die Tricks in DDR-Produkten
Halloren-Kugeln, Kathi-Backmischungen und Malzkaffee: Viele DDR-Produkte gibt es heute noch. Was drinsteckt – und wie viel sie noch mit den Originalen zu tun haben? Sebastian Lege nimmt die vier Kultprodukte der DDR genauer unter die Lupe. Dabei zeigt er, wie die Menschen in der DDR mit wenigen verfügbaren Rohstoffen kreative Lösungen fanden – und welche dieser Tricks die Lebensmittelindustrie bis heute nutzt.
Halloren-Kugeln waren in der DDR eine Rarität – sogenannte „Bückware“, die Verkäufer nur unter dem Ladentisch hervorholten. Die Rezeptur ist laut Hersteller seit DDR-Zeiten unverändert. Sebastian Lege zeigt, was drinsteckt und wie die Masse langfristig sahnig und cremig bleibt. Bei einer Verkostung in Leipzig zeigt sich: Die Halloren-Kugeln wecken bei vielen Ostdeutschen nostalgische Erinnerungen, die Meinungen zur Rezeptur sind gemischt.
Als Kaffee in der DDR knapp war, bot der Malzkaffee „Im Nu“ eine Alternative. Sebastian Lege erklärt, wie aus Gerste, Roggen und Gerstenmalz ein kaffeeähnliches Getränk entsteht. Beim Rösten karamellisiert der Malzzucker und erzeugt eine braune Farbe sowie einen süßlich-intensiven Geschmack. Der Ersatzkaffee hat auch heute noch seine Berechtigung: Er ist koffeinfrei, hat eine bessere CO₂-Bilanz als echter Kaffee und weckt bei vielen nostalgische Erinnerungen an die Kindheit.
1953 entwickelte Käthe Thiele das erste Tortenmehl Deutschlands – eine Innovation, die berufstätigen Frauen den Haushalt erleichtern sollte. Heute bietet die Firma Kathi Dutzende verschiedener Backmischungen an, darunter auch Torten, die ganz ohne Backen auskommen. Sebastian Lege zeigt am Beispiel einer Erdbeertorte, wie die Industrie mit Aromen, Farbstoffen und Ersatzstoffen arbeitet. Bei einer Verkostung möchte Sebastian Lege herausfinden: Fällt das überhaupt auf?
Sebastian Lege zeigt in dieser Folge, wie die Menschen in der DDR mit wenigen Rohstoffen viel möglich gemacht haben. Einige dieser Tricks nutzt die Lebensmittelindustrie bis heute. Während die Produkte damals aus der Not heraus entstanden, stellt sich heute die Frage: Warum werden die Rezepturen nicht verbessert, obwohl alle Zutaten verfügbar sind?
Montag, 17. August, ZDFinfo, 22.30 Uhr
besseresser: Die Tricks von Langnese, Wagner & Co
Sebastian Lege checkt die Tiefkühltruhen deutscher Supermärkte. Er zeigt in seiner Werkstatt, wie beliebte Lebensmittel optimiert werden. Im Cornetto Eis von Langnese steckt Alginat – dadurch wird das Eis cremiger und schmilzt später. Wagner hat Mini-Pizzen groß gemacht und unter dem Namen Piccolinis auf den Markt gebracht. Sie gelten als abwechslungsreich und unkompliziert, ein kleiner Snack für zwischendurch. Sebastian Lege backt kleine Pizzen in seiner Werkstatt und zeigt, wie profitabel Piccolinis für Wagner sind.
Langnese hat mit seinem Cornetto ein höchst beliebtes Eis im Sortiment. Dahinter stecken eine ganze Menge cleverer Tricks: Die knusprige Waffel darf nicht aufweichen und die feine Eiscreme soll lange lagerfähig sein und in der Sonne nur langsam schmelzen. Langnese setzt unter anderem Kakaoglasur und Hilfsstoffe wie Natriumalginat ein.
Montag, 17. August, ZDFinfo, 23.15 Uhr
unterwegs – Istanbul
Die Reisereportage lädt zu einer Entdeckungstour durch die Stadt am Bosporus ein. Unterwegs ist Moderatorin Nicole Berchtold. Kulinarische Delikatessen gehören in Istanbul zum Alltag: Mit einem alteingesessenen Bäcker stellt Nicole Berchtold das Sesamgebäck „Simit“ her, und ein junger Koch erklärt ihr die türkische Straßenküche. Außerdem macht sie die Erfahrung, dass das Kaffeesatz-Lesen in Istanbul noch heute Tradition hat.
Donnerstag, 20. August, NDR Fernsehen, 13.35 Uhr
Kurzfristige Programmänderungen sind möglich




