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BÄKO-magazin Titel E-Paper Ausgabe 6-26
Fernsehtipps

Die TV-Tipps der Woche

Nicht verpassen! Hier finden Sie die aktuellen branchenrelevanten Fernsehtipps der Woche vom 16. bis 23. August.

Zu Tisch in den Westalpen

Villar-d‘Arêne liegt im französischen Teil der Westalpen, im Naturschutzgebiet Les Ecrins. Dort wird seit dem 15. Jahrhundert einmal im Jahr das „pô buli“, das gekochte Brot, zubereitet. An einem einzigen Wochenende backen die Einwohner mehrere Hundert Roggenbrote in der Backstube der Gemeinde. Gearbeitet wird im Schichtbetrieb und rund um die Uhr. Um die Ofenhitze auszunutzen, bereiten die Dorfbewohner auch viele andere Gerichte zu – wie Tourte au Chou oder Rissoles, frittierte Teigtaschen mit Kartoffelbrei als Füllung.

Das abgelegene Bergdorf Villar-d‘Arêne liegt zwischen Grenoble und Turin im Schatten des Berges La Meije, der „Königin der Alpen“, einer fast 4.000 Meter hohen Granitwand. Die Familie Rousset gehört zu den alteingesessenen Familien des Ortes. Jedes Jahr am dritten Wochenende im November lassen die Dorfbewohner eine Tradition wiederaufleben. Sie backen Hunderte „pô buli“, große Schwarzbrote aus Roggenmehl. Diese Tradition stammt aus einer Zeit, als es kaum genug Brennholz gab, um den Winter zu überstehen. Im Gemeindebackhaus wurde daher einmal im Jahr, kurz vor Wintereinbruch, für alle gebacken. So sparte man Feuerholz, den Rest brauchte das Dorf zum Heizen. Auch wenn die Dörfer heute im Winter zu erreichen und Gas- und Ölheizung längst Standard sind – die Tradition blieb erhalten.

Die Einwohner treffen sich am alten Backhaus und bereiten zusammen das sogenannte gekochte Brot zu, essen, trinken und erzählen Geschichten. Die Tradition verbindet die Gemeinschaft und sorgt für Kontakt unter den Nachbarn. Um die Hitze des Backofens effektiv zu nutzen, arbeiten die Dorfbewohner abwechselnd in Schichten und rund um die Uhr. 400 Brote werden so an einem Wochenende gebacken, außerdem zahllose Aufläufe, Kuchen und Pasteten. An diesem Novemberwochenende besucht Caroline Rousset ihre Eltern zusammen mit ihren beiden Töchtern. In Villar-d‘Arêne wird vor allem mit Produkten aus der Region gekocht. Gerne handfest und deftig mit Kartoffeln und Kohl. Ein typisches Gericht der Region ist ein salziger Kuchen, der zusammen mit den Broten sieben Stunden lang im Ofen garen muss.
Samstag, 16. August, arte, 11.20 Uhr

Cake Boss: Buddys Tortenwelt

Buddy Valastro ist ein echter Tierfreund, doch Käfer und andere Krabbler kommen ihm nicht ins Haus und noch weniger in die Backstube! Deshalb ist der „Cake Boss“ zunächst wenig begeistert, als ein Kunde einen gigantischen Kuchen mit lebenden Insekten ordert. Nach längerer Diskussion einigt man sich dann doch, eine große Spinne in Carlo’s Bakery zuzulassen – und Buddy kreiert die schönste Tarantel-Torte, die die Welt je gesehen hat.
Sonntag, 17. August, TLC, 5.40 Uhr

 

besseresser: Sebastian Lege enthüllt die Tricks der Snack-Industrie

Berliner sind nicht nur an Karneval oder Silvester beliebt. Die Lebensmittelindustrie bietet das Gebäck ganzjährig als Tiefkühl-Produkt an. Die Mini-Berliner sind bis zu einem Drittel günstiger als Berliner vom Bäcker. Gespart wird vor allem an der sogenannten Fruchtfüllung. Sie besteht hauptsächlich aus Zucker, Glukosesirup und Geliermitteln. Im Teig kommt statt Butter günstiges Palmfett zum Einsatz, statt Eigelb nutzt die Industrie künstliche Emulgatoren.

Große Hersteller wie Nestlé, Ferrero und Intersnack haben sich in der EU freiwillig dazu verpflichtet, Werbung für ungesunde Produkte nicht an Kinder unter 13 Jahren zu richten – aber es gibt Schlupflöcher. So gilt das Werbeverbot nur in Medien, in denen mindestens 30 Prozent des Publikums aus Kindern besteht. Verpackungsdesigns sind von der Regelung ganz ausgenommen, sodass Unternehmen mit bunten Farben, Tierfiguren und Comic-Elementen weiterhin gezielt junge Zielgruppen ansprechen.
Montag, 17. August, ZDinfo, 0.00 Uhr

 

Cake Boss: Buddys Tortenwelt

In dieser Episode hat Buddy eine echte Herausforderung zu bewältigen: Ein preisgekrönter Rennfahrer bestellt in Carlo’s Bakery eine riesige Oldtimer-Race-Kart-Torte für seine jährliche Familienfeier. Die Kreation und Herstellung des Kuchens ist dabei noch vergleichsweise einfach. Weitaus schwieriger wird es, das Kunstwerk fahrfähig zu machen. Und dann gibt es noch eine große Jubiläumsparty: Ein alter Freund der Valastro-Familie wird 101 Jahre alt.
Montag, 18. August, TLC, 5.40 Uhr

 

New York: Weißbrot – aber bitte in Scheiben!

Dass geschnittenes Weißbrot in keinem US-amerikanischen Haushalt fehlt, ist Otto Frederick Rohwedder zu verdanken. Der Selfmade-Ingenieur erfand 1927 in Missouri die erste automatische Brotschneidemaschine. Innerhalb weniger Jahre war sie in allen Bäckerläden anzutreffen und revolutionierte den amerikanischen Lifestyle.
Montag, 18. August, arte, 12.25 Uhr

 

Cake Boss: Buddys Tortenwelt

Zur Feier des „National Hamburger Month“ erhält Superbäcker Buddy Valastro einen Auftrag, bei dem ihm das Wasser im Mund zusammenläuft. Er soll eine gigantische Cheeseburger-Torte beisteuern und bereitet sich mit seinen Jungs optimal auf diese Challenge vor: Alle machen beim traditionellen Burger-Wettessen mit und fighten um die Krone des „Hamburger King“. Außerdem backen der „Cake Boss“ und sein Team den Motto-Kuchen für die amerikanische Krebshilfe, mit dem der große Staffellauf der Spendenorganisation eröffnet wird.
Dienstag, 19. August, TLC, 5.35 Uhr

Chile: Lornas süße Kartoffelkrapfen

In Castro auf der Insel Chiloé kauft Lorna blaue und schwarze Kartoffeln für ihre Krapfen. In ihrer Küche reibt sie die Kartoffeln und gibt Milch, Eier, Salz, Zucker und Mehl hinzu. Aus dem Teig formt sie Krapfen, die sie in Öl und Schmalz frittiert – und schließlich mit frischem Obst serviert.
Dienstag, 19. August, arte, 12.30 Uhr

 

Die Geschichte des Brotes

Karl Hohenlohe begibt sich auf eine spannende Reise durch die jahrtausendealte Kultur der Brotherstellung. Warum mussten manche Bäcker beispielsweise eine Schandmaske tragen? Warum war Brot einst ein politisches Machtinstrument? Von der Jungsteinzeit über die Römer und das Mittelalter bis in die Gegenwart erzählen mehr als 1.000 Objekte im Paneum, dem Museum für Brotherstellung in Asten, die Geschichte des Grundnahrungsmittels. Wie der Alltag eines Bäckers in einer traditionellen Bauernmühle ausgesehen hat und wie Mühlensteine gewonnen und bearbeitet wurden, zeigt außerdem ein Besuch im Mühlenstein-Museum im oberösterreichischen Perg.
Mittwoch, 20. August, 3sat, 6.15 Uhr

 

Mexiko: Der Kuchenkrieg

Veracruz ist der wichtigste Atlantikhafen Mexikos. Von hier gelangen Waren aus aller Welt ins Land. Nach der Unabhängigkeit Mexikos 1821 wurde dies zunehmend schwierig. Es war eine Zeit sozialer Unruhen und finanzieller Not, in der Plünderungen an der Tagesordnung waren. Dieses Schicksal ereilte viele ausländische Geschäfte, darunter auch die Bäckerei eines Franzosen namens Remontel. Ein Vorfall, der in den sogenannten Kuchenkrieg mündete.
Donnerstag, 21. August, arte, 12.25 Uhr

 

Der fruchtbare Süden

Sizilien – die vegetationsreiche Insel zwischen dem Tyrrhenischem, Ionischen und dem Mittelmeer ist ein bisschen Afrika, etwas Arabien, ein klein wenig Byzanz und Athen, etwas Rom und eine Prise Spanien. Diese Folge begibt sich auf Entdeckungsreise durch den fruchtbaren Süden, dem Val die Noto, zwischen Costabaira, Ramacca, Chiaramonte Gulfi, Modica und Noto und entdeckt Kaktusfeigen, Eselsmilch, köstliche selbstgemachte Bitterschokolade und Nudeln aus Johannisbrotmehl. Die Reise geht weiter in Richtung Süden, durch das Kalksteingebirge Monti Iblei. Die ehemalige Kornkammer Süditaliens ist heute ein Vorreiter im Anbau alter, fast vergessener sizilianischer Getreidesorten. Die einzige Müllerin auf Sizilien, Vanessa DiStefano, betreibt zusammen mit ihrem Vater Franco in Chiaramonte Gulfi eine alte Wassermühle.
Samstag, 23. August, arte, 7 Uhr

 

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

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