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(Foto: LucyKaef/pixabay.com2015)
Branche aktuell

Zeitdruck bei Hochwasser-Hilfen

Die Notwendigkeit der schnellen und unbürokratischen Hilfe für betroffene Handwerksbetriebe bekräftigt der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT). Der von Bund und Ländern beschlossene Fonds „Wiederaufbau 2021“ in Höhe von 30 Mrd. Euro sei ein wichtiges Signal der Solidarität.

„In der schnellen Umsetzung der Wiederaufbauhilfen liegt jetzt aber die entscheidende Herausforderung. Viele betroffene Handwerksbetriebe stehen vor dem Nichts. Sie müssen so rasch wie möglich wissen, wie es für sie weitergeht“, erklärt Hans Hund, Präsident des WHKT. Die Handwerkskammern gehen davon aus, dass über 3.000 Handwerksbetriebe in NRW von der Hochwasserkatastrophe betroffen sind. Diese Betriebe gelten als stark beeinträchtigt oder komplett arbeitsunfähig. Der Gesamtschaden im Handwerk wird auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Der Grad der Schäden geht dabei bis zum Komplettverlust von Werkstätten, Maschinen und Verkaufsräumen. „Die traumatischen Ereignisse der Flutkatastrophe hinterlassen ihre Spuren bei den Menschen, die nunmehr seit über vier Wochen in einem Ausnahmezustand leben. Es ist deswegen ganz wichtig, dass alles getan wird, so unbürokratisch wie irgendwie möglich zu helfen“, erläutert Matthias Heidmeier, Hauptgeschäftsführer des WHKT.
Beantragung der Hilfen
Der WHKT begrüßt die Benennung eines Sonderbeauftragten für die Hochwasserhilfe bei der NRW-Landesregierung. Dieser kann im Sinne der Betroffenen Verwaltungsabläufe koordinieren und als zentraler Ansprechpartner fungieren. Ähnliches sei auf Bundesebene wünschenswert. „Konkret ist es nun wichtig, zügig zu klären, wie die Beantragung der Hilfen organisiert wird. Verfahren müssen festgelegt, eine schnelle Auszahlung muss sichergestellt sein. Abschlagszahlungen an beantragende Unternehmen sollten dabei möglich sein. Innerhalb weniger Wochen könnte so die Hilfe ankommen“, erläutert Matthias Heidmeier.
Bei der Beantragung der Hilfen stehen die Handwerkskammern und die gesamte Handwerksorganisationen betroffenen Betrieben zur Seite.

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