Deutschlands Verbraucher/innen zeigen sich ernährungsbewusst: So hält fast die Hälfte der insgesamt 3.000 Teilnehmer der repräsentativen Umfrage des Max Rubner-Instituts (MRI) die eigene Ernährungsweise für sehr gut oder eher gesund, wie die nun veröffentlichten Ergebnisse des ersten Moduls des Nationalen Ernährungsmonitorings (nemo) zeigen.
Indikatoren gesunder Ernährung
Insgesamt zeigten die Umfrageteilnehmer ein gutes Verständnis dafür, was eine Ernährung gesund oder ungesund macht. Diejenigen, die ihre Ernährungsweise als sehr gesund oder eher gesund einschätzten, machten dies oft am häufigen Verzehr von Obst und Gemüse fest. Die Befragten, die ihre Ernährungsweise als weder gesund noch ungesund bewerteten, berichteten, viel Obst und Gemüse zu essen, aber auch das, worauf sie Lust haben. Dass „viel“ relativ ist, machen die Zahlen der nemo-Online-Befragung deutlich: Lediglich rund 35% der Studienteilnehmer/innen verzehrt Obst und Gemüse täglich. Laut DGE gehören pro Tag mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse auf den Speiseplan.
Mischköstler in der Mehrheit
Nach ihrer Ernährungsform gefragt, gaben knapp zwei Drittel der Befragten „Mischkost“ an. Gut ein Viertel bezeichnete sich als „Flexitarier“. Deutlich in der Minderheit sind Vegetarier und Veganer. Allerdings ergab die Auswertung dieser Daten und die der konsumierten Lebensmittel eine Diskrepanz: aus den Angaben zum Verzehr geht hervor, dass etwa 75 Prozent der Befragten häufiger als zweimal in der Woche Fleisch auf dem Teller haben.
Beim Einkauf sind Geschmack und Frische der Lebensmittel für mehr als 90 Prozent der Befragten sehr wichtig. Aber auch Saisonalität, Preis, möglichst wenig Verpackung, tiergerechte Haltung und minimale Verarbeitung sind wichtige Einkaufskriterien.










