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Weniger falsche Scheine: Zahlen von Deutscher Bundesbank und EZB zeigen einen Rückgang der 2025 in Verkehr befindlichen Falschgeldmenge im Vergleich zum Vorjahr. (Symbolbild)
© ChatGPT/BÄKO-magazin
Das Symbolbild zeigt eine 50-Euro-Banknote in einem Geldscheinprüfgerät in einer Bäckereifiliale.
Titelseite BÄKO-magazin Ausgabe 3-26
Branche aktuell

Weniger Falschgeld im Umlauf

Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, war 2025 weniger Falschgeld im Umlauf als im Jahr zuvor. Auch der entstandene Schaden fiel mit einem Minus von rund 11% niedriger aus.

Die Deutsche Bundesbank hat im Jahr 2025 knapp 68.000 falsche Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. Damit sank die Zahl der gefälschten Banknoten gegenüber dem Vorjahr um 6,1%. Der entstandene Schaden betrug 4 Mio. Euro und damit gut 11% weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2024 lag der Schaden noch bei 4,5 Mio. Euro. „Die deutlich niedrigere Schadenssumme ist auf einen spürbaren Rückgang der Fälschungen von 100- und 200-Euro-Banknoten zurückzuführen. Die Täter haben sich vor allem auf einfache Fälschungen mit mittlerem Nennwert konzentriert“, sagt Burkhard Balz, im Vorstand der Bundesbank u.a. zuständig für Bargeld. „Insgesamt bleibt das Falschgeldaufkommen weiter niedrig: Rein rechnerisch entfielen 2025 acht falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner“, erklärt er.

 

Verteilung gefälschter Banknoten

Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Fälschungen in Deutschland auf die einzelnen Nennwerte im Jahr 2025 und die jeweilige Veränderung im Vergleich zum Jahr 2024:

Noten Anzahl Anteil (gerundet) Veränderung zum Vorjahr
5 Euro 1.291 2% +⁠ 27%
10 Euro 3.502 5% −⁠ 26%
20 Euro 16.198 24% −⁠ 21%
50 Euro 33.956 50% +⁠17%
100 Euro 9.265 14% −⁠ 11%
200 Euro 2.954 4% −⁠ 49%
500 Euro 797 1% +⁠ 4%
Gesamt 67.963

 

Ein großer Anteil der Fälschungen war laut Bundesbank wie in den Vorjahren sehr leicht erkennbar. Die Banknoten hatten teilweise die Aufdrucke „MovieMoney“ oder „Prop copy“ und wiesen keinerlei Nachahmungen der Sicherheitsmerkmale auf. „Neu ist, dass mit diesen einfachen Fälschungen zunehmend auch 50-Euro-Noten imitiert werden. Bisher wurden vor allem 10- und 20-Euro-Banknoten auf diese Art gefälscht“, erläutert Balz. Aufmerksamkeit sei aber bei allen Nennwerten geboten.

 

Weniger gefälschte Münzen

Im Jahr 2025 hat die Bundesbank rund 128.100 falsche Münzen aus dem Verkehr gezogen. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei rund 141.300 falschen Münzen, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 9,3% bedeutet. Damit entfielen in Deutschland rechnerisch 15 falsche Münzen auf 10.000 Einwohner.

Die Fälschungen traten ausschließlich bei den drei höchsten Stückelungen auf und verteilten sich im Jahr 2025 wie folgt:

Münzen Anzahl Anteil (gerundet)
50 Cent 1.114 1%
1 Euro 9.962 8%
2 Euro 117.056 91%
Gesamt 128.132

Falsche Münzen weisen laut den Experten häufig eine unsaubere oder verschwommene Prägung auf und sind im Gegensatz zu den nur schwach magnetischen 1- und 2-Euro-Münzen meistens stark oder gar nicht magnetisch.

 

Rückgang auch im Euroraum

Wie die Europäische Zentralbank (EZB) berichtet, ist auch europaweit ein Rückgang bei in Umlauf befindlichem Falschgeld festzustellen. Etwa 444.000 gefälschte Euro-Banknoten wurden 2025 aus dem Verkehr gezogen, was einem Rückgang von 20% gegenüber 2024 entspricht. Das Risiko, eine Fälschung zu bekommen, ist laut EZB gering, denn der Anteil der Fälschungen am gesamten Banknotenumlauf sei sehr niedrig: Im Jahr 2025 wurden im Banknotenumlauf 14 Fälschungen je 1 Million echter Banknoten sichergestellt. Dieser Anteil ist einer der niedrigsten seit Einführung der Euro-Banknoten. Am häufigsten gefälscht wurden im Euroraum 20- und 50-Euro-Banknoten – sie machten zusammen rund 80% aller Fälschungen aus.

Ausführliche Informationen zu den Sicherheitsmerkmalen echter Euro-Banknoten und darüber, woran falsche Banknoten und Münzen zu erkennen sind, werden auf den Internetseiten der Bundesbank und der EZB zur Verfügung gestellt.

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