Laut dem vom Kabinett beschlossenen Steueränderungsgesetz 2025 wird die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie – mit Ausnahme der Abgabe von Getränken – ab dem 1. Januar 2026 von derzeit 19% auf 7% reduziert. Damit sollen Restaurants, Bäckereien, Metzgereien, der Lebensmitteleinzelhandel, Catering-Anbieter sowie Kita-, Schul- und Krankenhausverpflegung gestärkt werden.
„Ein wichtiges Signal“
Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) begrüßt den Beschluss der Bundesregierung ausdrücklich: „Die Entscheidung ist ein wichtiges Signal für unsere Bäckereibetriebe. Der reduzierte Steuersatz von 7% verbessert die Wettbewerbsfähigkeit, entlastet die Unternehmen und erhält gleichzeitig die Kaufkraft unserer Kundschaft. Gerade in Zeiten knapper Budgets trägt die Maßnahme dazu bei, dass gastronomische Angebote für alle Menschen bezahlbar bleiben“, erklärt Roland Ermer, Präsident des ZV. Besonders für die zahlreichen Bäckerei-Cafés in Deutschland bedeutet die Steuerentlastung Rückenwind: „Unsere Cafés sind zentrale Treffpunkte, sie beleben Innenstädte, schaffen Begegnungen und sichern Arbeitsplätze. Mit der dauerhaften Senkung können Betriebe auch bei hohen Kosten weiterhin Qualität zu fairen Preisen bieten – ein Gewinn für Gäste, Mitarbeiter und Handwerksbetriebe gleichermaßen“, ergänzt Ermer.
Wertschätzung für das Bäckerhandwerk
Auch Friedemann Berg, Hauptgeschäftsführer des ZV, unterstreicht die Bedeutung der Entscheidung: „Die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer ist nicht nur eine wirtschaftliche Entlastung, sondern auch ein Signal der Wertschätzung für die Betriebe und Beschäftigten im Bäckerhandwerk. Sie stärkt die Basis unserer Branche und gibt uns die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Jahre.“
Der ZV hatte bereits im Herbst 2023 eine groß angelegte Kampagne zur Senkung der Mehrwertsteuer gestartet. „Die beharrliche Interessenvertretung unseres Verbandes und die Kampagne der Handwerksbäcker hat sich ausgezahlt. Die Regierungskoalition hat Wort gehalten und löst ihre Zusage ein. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe werden durch dies Maßnahme entlastet – ein Erfolg für das gesamte Bäckerhandwerk und für unsere Kundschaft“, resümiert Berg.










