Mehr als 1.000 deutsche Unternehmen beteiligten sich laut der hinter der Aktion stehenden internationalen Organisation Veganuary am vergangenen Aktionsmonat mit neuen pflanzlichen Optionen. Besonders im Bäcker- und Snackgeschäft zahle sich das Engagement aus, wie die Organisatoren betonen: Die Bäckereikette Steinecke etwa nahm ihren veganen Aktions-Kebab nach starker Nachfrage dauerhaft ins Sortiment auf. Und Le Crobag habe beim Veganuary-Aktionsprodukt ein Absatzplus von über 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen können.
Auch die Marktzahlen stützen den Trend über die Backtheke hinaus. Das Marktforschungsunternehmen NielsenIQ meldete für Fleischalternativen von Januar bis Ende Mai 2026 ein Absatzplus von 17,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der Umsatz stieg um 13,7 Prozent.
Fünf Ansatzpunkte
Für die Umsetzung nennt Veganuary fünf Ansatzpunkte. Erstens rät die Organisation zur Einführung neuer pflanzlicher Produkte und Gerichte – idealerweise als dauerhafte Sortimentsergänzung statt reiner Aktionsware. Zweitens sollten bestehende Rezepturen auf pflanzliche Zutaten umgestellt werden, sodass die tierische Variante mittelfristig überflüssig wird.
Drittens empfiehlt die Organisation Promotions und Sonderangebote, um Kundschaft zum Erstkauf und Ausprobieren zu bewegen – ein Hebel, der laut Veganuary Absatz- und Umsatzzahlen steigern kann. Viertens gehe es um Sichtbarkeit am Point of Sale und auf analogen wie digitalen Kanälen: klare Beschilderung an der Theke, deutliches Messaging mit Veganuary-Bezug in Social Media und auf der Website. Fünftens können Tastings, Pop-ups oder Events neue Kundschaft binden und bestehende Sortimente stärken.
Hinter dem Veganuary steht eine 2014 an einem Küchentisch im britischen Yorkshire gegründete gemeinnützige Organisation, die inzwischen international aktiv ist und die Ernährungswende in Gesellschaft und Wirtschaft vorantreiben will.










