Es ist ein spannendes, puristisches Konzept, das der Grazer Bäckermeister Martin Auer mit der im New Yorker Szeneviertel Soho neu eröffneten Filiale von „Rye“ verfolgt. Angeboten wird nur eine Backware: Roggensauerteigbrot. Das Konzept wirkt modern und mutig. Neben dem Roggenbrot, welches es auch geviertelt zu kaufen gibt, werden belegte Brotscheiben angeboten. Sowohl das Geschäft als auch die Website des Unternehmens kennzeichnet ein klares, aufgeräumtes Design mit hohem Wiedererkennungswert. Dabei steht das Roggenbrot im Mittelpunkt. „Unsere Mission ist es, dem Brot wieder den Platz einzuräumen, der ihm zusteht: in der Mitte unseres Tisches“, erklärt der Betrieb auf seiner Website. „Nothing but water, flour, salt and time“ (Nichts als Wasser, Mehl, Salz und Zeit) machten das Produkt aus.
Roggenbrot geht viral
Seit der Eröffnung der „Rye“-Filiale Anfang September steht nicht nur die Kundschaft lange Schlange, um eines der Brote zu ergattern. Auf Social Media wird vor allem über den Preis diskutiert. Sind 60 US-Dollar für rund 1,5 Kilogramm Roggenbrot gerechtfertigt? Tausende Kommentare und zahlreiche Kurzvideos beschäftigen sich seitdem mit der Thematik. Dabei sei der Preis überhaupt nicht als Provokation gedacht, verrät Martin Auer dem Standard, sondern eine logische Konsequenz der hohen Produktionskosten in Manhattan. Wie der Bäckermeister mit dem Hype umgeht, lässt sich hier im Interview nachlesen.










