Kürzlich erhielt Heiner Beck die Auszeichnung offiziell aus den Händen von Präsident Alexander Wälde, der ihn für sein besonderes Engagement im Handwerk würdigte. Mit dem Siegel „Persönlichkeit im Handwerk“ zeichnen die acht baden-württembergischen Handwerkskammern regelmäßig Persönlichkeiten aus, die mit besonderen Leistungen und vorbildlichem unternehmerischem Handeln für ihr Gewerk stehen. Bei Heiner Beck ist es der konsequente Anspruch, Backwaren in höchster Qualität herzustellen, die aus der Region stammen und besonders bekömmlich sind. BeckaBeck backt in Bio-Qualität und setzt auf Getreide von der Schwäbischen Alb wie Alb-Dinkel, Alb-Weizen und Alb-Roggen. „Es muss schmecken, aus der Region kommen und wenn’s dann noch Bio ist, ist’s super!“, bringt Beck seine Philosophie auf den Punkt.
Kooperation mit der Universität Hohenheim
Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit dem Getreidewissenschaftler Prof. Dr. Friedrich Longin von der Universität Hohenheim. Aus einer zufälligen Begegnung bei einem Kongress entstand eine intensive Kooperation, in deren Rahmen Backverfahren und Teigruhezeiten wissenschaftlich untersucht wurden. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass bereits zwei Stunden Teigruhe ausreichen, um sogenannte FOD-MAPs deutlich zu reduzieren und damit die Bekömmlichkeit der Backwaren spürbar zu verbessern. Becka-Beck hat diese Erkenntnisse unmittelbar in die Praxis übertragen und backt Brote und Kleingebäck nur noch mit langen Teigführungszeiten. Für diese beispielhafte Verbindung von Handwerk und Wissenschaft wurde das Unternehmen 2024 mit dem renommierten Seifriz-Preis ausgezeichnet.
Bäckerei ist wichtiger Arbeitgeber in der Region
Der ausgezeichnete Betrieb blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1963 von Becks Vater gegründet, übernahm Heiner Beck, Bäckermeister, Konditor und Betriebswirt, den Familienbetrieb im Jahr 1991. 1998 verlegte er die Produktion von Bad Urach nach Römerstein und schuf damit die Grundlage für weiteres Wachstum. Heute beschäftigt BeckaBeck 350 Mitarbeitende, darunter 14 Auszubildende, und betreibt 21 Filialen in der Region. Das Unternehmen ist damit ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und engagiert sich zugleich stark in der beruflichen Ausbildung. Es beliefert neben Privatkunden auch regionale Metzgereien, Bioläden, Lebensmittelgeschäfte sowie die Gastronomie.
Innovation und Tradition sind verbunden
Auch die Zukunft ist klar ausgerichtet. 2025 erfolgte ein Anbau mit einer Erweiterung der Produktionsfläche um 2.000 qm und einer Investition von rund fünf Millionen Euro. Diese Erweiterung ist ein klares Bekenntnis zu weiterem Wachstum, aber auch zur Modernisierung und zur langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen. In den kommenden Jahren soll der Betrieb an die drei Töchter von Heinrich Beck übergeben werden. Die Wahl zur „Persönlichkeit im Handwerk“ 2025 und die Auszeichnung durch Präsident Alexander Wälde unterstreichen, dass Becks Weg, Tradition, Innovation, regionale Verantwortung und nachhaltige Entwicklung zu verbinden, weit über die Region hinaus als vorbildlich wahrgenommen wird.










