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Dinkel erfreut sich wachsender Beliebtheit.
© Piaxabay/Hans
Das Bild zeigt goldene Dinkelähren in Nahaufnahme im Sonnenschein.
Titelbild BÄKO-magazin Ausgabe 10/26
Branche aktuell

Neue Dinkelstudie vorgelegt

Die Vielzahl an Dinkelsorten im Markt wächst. Allerdings gibt es bisher keine Qualitätsbeschreibung. Dieser Lücke nimmt sich eine aktuelle Studie der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim an.

Dinkel erfreut sich in und außerhalb Deutschlands immer größerer Beliebtheit. Allerdings gibt es bei den Dinkelsorten bisher keine Qualitätsbeschreibung, bzw. -klassifizierung wie beispielsweise beim Weizen, obwohl sich die Dinkelsorten sehr in den Qualitätseigenschaften unterscheiden. Auch beeinflusst die Anbauform diese Merkmale erheblich. Um das zu untersuchen hat das Forschungsteam um Prof. Dr. Friedrich Longin von der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim insgesamt sieben große Versuchsserien mit 25 bis 160 Sorten, die in mehrortigen Feldversuchen unter ökologischer und konventioneller Anbauform sowie konventionell mit reduziertem Pflanzenschutz gewachsen sind, detailliert ausgewertet.

 

Unterschiedliche Backeigenschaften

Die Versuchsserien wurden auf Ertrag, zahlreiche Backqualitätseigenschaften sowie einige Inhaltsstoffe untersucht. Es bestätigte sich, dass trotz der deutlich geringeren Sortenanzahl im Dinkel verglichen mit dem Weizen, die Teig- und Backeigenschaften der Dinkelsorten sehr unterschiedlich sind. Sowohl Rohprotein- als auch Feuchtklebergehalt korrelieren nur sehr gering mit dem Backvolumen und eignen sich folglich nicht, die Dinkelbackqualität schnell abzuschätzen. Der Energiewert des Extensogramms korrelierte am höchsten mit dem Backvolumen gefolgt vom Sedimentationswert.

 

Ökologischer vs. konventioneller Anbau

Die Auswertung zeigt zudem: Im Vergleich zum konventionellen Anbau, war der Ertrag, Kernausbeute sowie Proteingehalt und Sedimentationswert deutlich reduziert unter ökologischem Anbau. Auch gibt es große Unterschiede in der Resistenz gegenüber Feldkrankheiten bei Dinkelsorten und somit auch bei der Notwendigkeit des Fungizideinsatzes. Dinkelsorten unterscheiden sich erheblich im Gehalt an Inhaltsstoffen. Falls die personalisierte Ernährung oder der Gesundheitswert von Brot mehr Marktrelevanz bekommen, kann die Dinkelzüchtung laut Prof. Dr. Friedrich Longin unterstützend arbeiten.

Hier gelangen Sie zur vollständigen Studie „Beschreibung von Qualitätseigenschaften bei Dinkel in Abhängigkeit von der Sorte und der Anbauform“.

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