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Rund 28.000 Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg stehen in den kommenden fünf Jahren vor einer Übergabe oder Schließung.
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Nachfolger gesucht

Immer mehr Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg stehen vor einem Generationswechsel. Eine aktuelle Sonderumfrage von Handwerk BW zeigt: In den kommenden fünf Jahren wollen sich mehr als ein Drittel der Inhaber aus dem Berufsleben zurückziehen.

Viele Handwerksunternehmer in Baden-Württemberg sind in einem Alter, in dem sie sich um die Fortführung des Betriebs kümmern müssen. Im Durchschnitt sind die Handwerksinhaber 52 Jahre alt. Rund jeder vierte Betriebsinhaber ist bereits 61 Jahre oder älter, während lediglich 18% höchstens 40 Jahre alt sind.

Der Nachfolgedruck hat sich gegenüber 2020 deutlich verschärft. Nach den Ergebnissen der landesweiten Umfrage planen 37% der Inhaber, ihren Betrieb in den kommenden fünf Jahren entweder zu übergeben oder zu schließen. Hochgerechnet betrifft dies rund 28.000 wirtschaftlich aktive Handwerksbetriebe – etwa 5.000 mehr als bei der letzten Erhebung im Jahr 2020. Bereits innerhalb der nächsten zwei Jahre steht diese Entscheidung für rund 12.000 Betriebe an. Angesichts von jährlich rund 3.000 Jungmeistern wächst die Nachfolgelücke weiter.

 

 

Familienmitglied als Nachfolger bevorzugt

Die Übergabe bleibt für viele der bevorzugte Weg: 19% der Befragten möchten ihren Betrieb an einen Nachfolger übergeben. Gleichzeitig planen jedoch 13% eine Schließung – nahezu doppelt so viele wie noch 2020. In weiteren fünf Prozent der Fälle ist noch offen, ob der Betrieb weitergeführt oder aufgegeben wird.

Wer seinen Betrieb übergeben möchte, setzt vor allem auf die Familie: Knapp jeder zweite übergabewillige Unternehmer plant eine familieninterne Nachfolge. Weitere 14% möchten an einen Mitarbeiter übergeben. Allerdings hat sich fast jeder dritte Übergabewillige trotz eines Zeithorizonts von maximal fünf Jahren noch nicht auf einen Nachfolger festgelegt.

 

 

Optimismus überwiegt

Als größte Hürde im Übergabeprozess nennen die Betriebe die Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin oder einem geeigneten Nachfolger, die oder der sowohl fachlich als auch unternehmerisch den Betrieb gut weiterführen kann. Daneben spielen steuerliche Fragen sowie die Ermittlung eines realistischen Unternehmenswerts eine wichtige Rolle.

Trotz der Herausforderungen blickt die Mehrheit der übergabewilligen Betriebe optimistisch in die Zukunft: 53% erwarten einen hohen oder eher hohen Erfolg bei der Betriebsübergabe.

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