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Der Milchverbrauch sinkt in 30 Jahren um mehr als ein Viertel.
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BÄKO-magazin Titel E-Paper Ausgabe 6-26
Branche aktuell

Milchverbrauch sinkt

In den vergangenen drei Jahrzehnten ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch von rund 62 Kilogramm auf ein Rekordtief von zuletzt 45 Kilogramm zurückgegangen, wie Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) zeigen.

Das „tägliche Glas Milch“ ist aus der Mode gekommen. Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) belegen das: Verbrauchten die Bundesbürger/innen 1995 noch über 62 Kilogramm Konsummilch pro Person, waren es laut Versorgungsbilanz Milch des BZL im Jahr 2005 rund 52 Kilogramm und im Jahr 2015 knapp 53 Kilogramm. Ab dann nahm der rechnerische Verbrauch kontinuierlich ab: 2020 lag er noch bei nahezu 51 Kilogramm, 2021 nur noch bei etwa 48 Kilogramm. Während die Menschen in Deutschland 2023 und 2024 rund 46 Kilogramm Milch verbrauchten, erzielte das Jahr 2025 mit 45,1 Kilogramm pro Person ein Rekordtief. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass es sich um eine rechnerische Größe handelt, welche die theoretisch für den menschlichen Verbrauch zur Verfügung stehende Menge abbildet, und dass sich die Bevölkerungszahl stetig ändert.

 

 

Gründe: Trends, Demografiewandel und Wirtschaftlichkeit

Im Jahr 2025 sank die Zahl der Geburten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf den niedrigsten Stand seit 1946. Demnach gibt es heute eher weniger Kinder, die ein Glas Milch bekommen, als früher. „Zudem haben pflanzliche Ersatzprodukte an Bedeutung gewonnen“, so BZL-Leiter Dr. Josef Goos. „Vegane Ernährung, aber auch gesundheitliche Aspekte wie Laktoseintoleranz spielen eine Rolle“, so Goos. Und nicht zuletzt ist die Wirtschaftlichkeit ein Faktor: „Rohmilch wird dort eingesetzt, wo sie die höchste Verwertung bringt, das ist nicht zwingend die Trinkmilch. Zudem wirkt sich die Zollpolitik auf die Exporte und damit auf die internationalen Absatzmöglichkeiten für Konsummilch aus“, sagt Goos.

 

Käseverbrauch steigt auf 26 Kilogramm

Die gute Nachricht ist: Statt Trinkmilch werden mehr Milchprodukte, wie beispielsweise Käse, verbraucht: Mit mehr als 26 Kilogramm Käse pro Person lag der Wert rund zwei Kilogramm über dem des Jahres 2015 und mehr als sechs Kilogramm über dem Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 1995. Des Weiteren hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Sauermilch-, Kefir-, Joghurt- und Milchmischerzeugnissen sowie Milchmischgetränken von 1995 bis 2025 von 22 auf knapp 32 Kilogramm erhöht.

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