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Hinter jeder Tüte Mehl, jedem Brötchen in der Bäckerei stehen Menschen, die die Herstellung dieses wichtigen Grundnahrungsmittels verantworten: Müller und Bäcker! (Foto: congerdesign/pixabay.com2018)
Branche aktuell

Mehl ist Gold wert

Der Weltmehltag am 20. März 2021 erinnert daran, wie wichtig Mehl und Mah-lerzeugnisse für die tägliche Ernährung und die Versorgung der Bevölkerung mit wichtigen Nährstoffen ist.

Und, dass hinter jeder Tüte Mehl, jedem Brötchen im Handel, Menschen stehen, die die Herstellung dieses wichtigen Grundnahrungsmittels verantworten: die Müllerinnen und Müller. Die Bedeutung der Getreideprodukte und des Müllerberufs werden mit dem diesjährigen Motto des Weltmehltages „Weißes Gold“ und „Mehlheld/innen“ noch einmal herausgestellt. Kurz und gut: Ohne Müller/innen kein Mehl, ohne Mehl keine klimafreundlichere Ernährung!
Für Ernährung und Gesundheit sind Mehl und Mühlenprodukte aus Weizen, Roggen, Dinkel, Hafer und vielen anderen Getreidearten Gold wert. Sie liefern einen wesentlichen Beitrag zur Ballaststoffversorgung der Bevölkerung. Wer viele Ballaststoffe verzehrt, so die zentrale Botschaft der Deutschen Gesellschaft für Ernährung „hat ein verringertes Risiko für zahlreiche ernährungsmitbedingte Krankheiten“. Vollkornprodukte enthalten je nach Getreide zwischen 8 und 14 Gramm Ballaststoffe und selbst helle Typenmehle gelten mit 3 Gramm Ballaststoffen je 100 Gramm Mehl als „Ballaststoffquelle“. Damit liefern sie meist sogar mehr als viele Obst- und Gemüsesorten und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der empfohlenen Aufnahmemenge von 30 Gramm Ballaststoffen am Tag. Mahlerzeugnisse besitzen darüber hinaus positive Nährwertprofile mit B-Vitaminen, Mineralstoffen und hochwertigen pflanzlichen Fetten. Ihr Beitrag an der täglichen Nährstoffversorgung ist immens. Ein Drittel des Energie- und Ballaststoff-, des Thiamin- (Vitamin B1) und Niacinbedarfs (Vitamin B3), ein Viertel des Eisenbedarfs und ein Fünftel des Zinkbedarfs decken die Menschen in Deutschland allein durch die Menge an verzehrten Weizen-, Dinkel- und Roggenmahlerzeugnissen (Siehe Grafik „Getreide, Mehl und Brot sichern Nährstoffvielfalt“).
Abwechslungsreich und klimafreundlich: Ernährung mit Getreide
 Gleichzeitig bieten Mehl- und Mahlerzeugnisse eine unglaubliche kulinarische Vielfalt: Verarbeitet zu herzhaften oder süßen Backwaren, als Porridges, Cerealien oder Müsli, als Beilage in Bowls oder Zutat für Suppen und Salate bieten sie eine unübertroffene Zubereitungs- und Einsatzvielfalt. Sie sind ein echter Schatz in unsere Ernährung, „weißes Gold“ sozusagen. Gerade heimische Getreide wie Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste oder Hafer punkten mit ihrer Regionalität und Nachhaltigkeit. Damit erfüllen sie schon seit langem ganz aktuelle Forderungen der Politik, die unlängst im Rahmen der Farm to Fork-Strategie der europäischen Union formuliert worden sind. Im Hinblick auf die Gesundheit und Klimaziele wirbt die EU dafür, den Verzehr von Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten zu steigern und auf mehr pflanzliche Ernährung zu setzen. Mehl- und Mahlerzeugnisse sind dafür die unabdingbare Basis, Müllerinnen und Müller die unverzichtbare Berufsgruppe für deren Herstellung.

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