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Die Umsatzentwicklung im Mittelstand zeigt sich im März 2026 leicht aufgehellt – dennoch bleibt die Lage verhalten. (Symbolbild)
© ChatGPT/BÄKO-magazin
Drei Personen sitzen an einem Besprechungstisch in einem hellen Büro und schauen gemeinsam auf ausgedruckte Tabellen mit Zahlen und Berechnungen sowie auf einen Laptop.
Titelbild BÄKO-magazin Ausgabe 10/26
Branche aktuell

Leichtes Umsatzplus im Mittelstand

Der Datev-Mittelstandsindex für März 2026 zeigt leicht steigende Umsätze im Mittelstand. Kleinstunternehmen profitieren davon allerdings kaum. Ein Aufschwung im Mittelstand ist laut den Analysten weiterhin nicht in Sicht.

Eine leichte Aufhellung der Umsatzentwicklung im Mittelstand, die jedoch ohne klare konjunkturelle Dynamik bleibt – so lassen sich die aktuellen Daten des Datev-Mittelstandsindex zusammenfassen. Der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex steigt gegenüber dem Vormonat um 1,2%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt das Plus mit 0,4% allerdings geringer aus. Insgesamt entwickelt sich der nominale Umsatz damit leicht positiv, ohne jedoch deutlich an Tempo zu gewinnen. Zudem erreicht die Erholung nicht alle Größenklassen im Mittelstand. „Die Umsatzgewinne im Februar fallen insgesamt verhalten aus; viele Kleinstunternehmen profitieren kaum. Im Kontext der neuen Unsicherheiten bei Energiepreisen und geopolitischen Entwicklungen bleibt es entscheidend, den Mittelstand jetzt gezielt zu stärken“, stellt Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der Datev eG, fest.

 

Dynamik bei Kleinunternehmen

Nach Unternehmensgrößen aufgeschlüsselt zeigt sich innerhalb des Mittelstands eine deutliche Divergenz. Kleine Unternehmen verzeichnen im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich einen Umsatzanstieg von 2,7% und entwickeln sich damit am dynamischsten. Mittlere Unternehmen legen um 1,9% zu. Demgegenüber gehen die Umsätze bei Kleinstunternehmen um 6% zurück. Damit prägt diese Unternehmensgruppe die insgesamt verhaltene Umsatzentwicklung im Mittelstand maßgeblich. In der Branchenbetrachtung sieht sich das Baugewerbe mit einem Minus von 7,8% im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich mit dem stärksten Umsatzrückgang konfrontiert. Im Handel gehen die Umsätze um 4,9% zurück, während das Gastgewerbe mit –1,7% vergleichsweise moderat rückläufig ist.

 

Lohnsteigerungen erhöhen Kostendruck

Den sich in Summe leicht positiv entwickelnden Umsätzen steht laut Datev nach wie vor ein Anstieg bei Löhnen und Gehältern entgegen. Der saison- und kalenderbereinigte Lohnindex legt gegenüber dem Vormonat um 0,7% zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich dabei ein kräftiger Zuwachs von 5,4%. Die Lohnentwicklung bleibt damit klar expansiv und erhöht den Kostendruck für viele Unternehmen. Überdurchschnittlich wachsen die Löhne im Gastgewerbe mit 6,4% gegenüber dem Vorjahresmonat.

 

Verhaltene Entwicklung der Beschäftigtenzahlen

Die Beschäftigung entwickelt sich dagegen verhalten. Der saison- und kalenderbereinigte Beschäftigungsindex zeigt insgesamt einen leichten Rückgang um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Lediglich die Kleinstunternehmen erfahren hier im Vorjahresvergleich einen leichten Anstieg von 0,7%. Bei kleinen Unternehmen sinkt die Beschäftigung um 0,3%, bei mittleren Unternehmen um 0,7%.

Weitere aktuelle Daten, Grafiken und Filterfunktionen finden Sie auf der Datev-Website.

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