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Bei seiner ehrenamtlichen Arbeit in der Mongolei für den SES erfährt Bäckermeister Dietmar Brandes (l.) herzliche Gastfreundschaft.
© Dietmar Brandes
BÄKO-magazin Ausgabe 5-26 Titelblatt
Branche aktuell

Nachhaltiges Engagement

Für den Senior Expert Service (SES) engagiert sich Bäckermeister Dietmar Brandes in der Entwicklungszusammenarbeit. Im Juli 2025 besuchte er erneut die Hauptstadt der Mongolei und gab seine Expertise weiter.

Es war bereits sein dritter Einsatz vor Ort bei der Güte Bakery in Ulaanbaatar. Im Juni 2024 gab der ehrenamtlich tätige Bäckermeister erstmals sein umfangreiches Wissen zu deutschem Brot, Feingebäcken und Kuchen an die Mitarbeitenden der Güte Bakery weiter. Im Oktober und November 2024 vertiefte er die Schulungen und erweiterte das Repertoire der Bäckerei um weihnachtliche Gebäcke. Sein Know-how wurde dankbar angenommen, zahlreiche Prozesse optimiert und standardisiert.

 

Vielfältige Erfolge

Rund ein Jahr nach Brandes’ erstem Besuch zeigte sich jetzt, dass seine Beratung auch nachhaltigen Erfolg hat: „Durch meine Betreuung in den letzten zwölf Monaten wurde nun das Hauptziel erreicht: Neben der Einführung deutscher Brote und Gebäcke wird nun aktuell in 9 der 14 Filialen vor Ort das Sortiment in der gleichen Qualität gebacken“, berichtet der Bäckermeister erfreut. Das Angebot der Güte Bakery an deutschen Backwaren ist dank Brandes nun äußerst vielfältig: Es besteht aktuell aus 100%igen Roggenbroten in drei Varianten, 50/50 Mischbrot, 70/30 Weizenmischbrot, Rosinenbrot, Baguette, Weißbrot, hellem und dunklem Toastbrot, Buchweizenbrot, Kaiserbrötchen, Laugenbrezeln, Käsekuchen, Plunder und Schwarzwälder Kirschtorte sowie verschiedenen belegten Snacks.

 

Große Gastfreundschaft

Aufgrund der hohen Verkehrsdichte mit vielen Staus in der Millionenmetropole wurde und wird auch weiterhin die Produktion in die Filialen verlagert. Für die vielfach mithilfe von Roggen- und Weizensauerteigen hergestellten Gebäcke legte Brandes Herstellungs- und Backpläne für alle Filialen fest. Sie geben genaue Parameter vor bzgl. Temperaturen, Knetzeiten und Ruhephasen. Brandes lobt die Lernbegeisterung und Wissbegierde der Mitarbeitenden der Bäckerei. Obwohl es für die Bäcker eine Umstellung gewesen sei, mit Temperaturmessgeräten zu arbeiten und Protokolle zu schreiben, arbeiteten alle sehr genau und diszipliniert, erzählt er. Natürlich kamen auch Land und Leute bei seinem dritten Aufenthalt nicht zu kurz. „Ich konnte das erste Mal das Nadaam-Fest, das höchstes Fest im Jahr miterleben. Und auch wieder die herzliche Gastfreundschaft mongolischer Familien erleben. Sogar ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft hat mich besucht und interviewt“, freut sich Brandes. Seine nächsten Einsätze in Ulaanbaatar sind inhaltlich schon angedacht: Nach einem bereits erfolgten zweitägigen Workshop seien weitere Verkaufsschulungen und Marketingaktionen geplant. Außerdem die Einführung glutenfreier Backwaren.

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