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Im Rahmen der Veranstaltung KI-Connect des Koerting Institute präsentierten Tanja und Alexander Huck das „ChatBrot“.
© Bäckerei Huck
Titelseite BÄKO-magazin Ausgabe 3-26
Branche aktuell

KI kann Kruste

Brot backen wie noch nie: Am 4. Juli 2025 präsentierte die traditionsreiche Bäckerei Huck gemeinsam mit dem Koerting Institute das „ChatBrot“ – ein Handwerksbrot, das mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt wurde.

Vor 60 geladenen Gästen wurde das „ChatBrot“ und dessen Entstehungsgeschichte in der Zehntscheune Bad Homburg vorgestellt. In einer KI-Masterclass hatte ein intelligentes System über 200 internationale Brotrezepte analysiert, beliebte Geschmacksprofile herausgefiltert und daraus innerhalb weniger Stunden eine völlig neue Kreation entwickelt: Ein Dinkel-Miso-Brot, das deutsche Backkunst mit japanischem Umami verbindet. Gebacken wird es traditionell mit Dinkelsauerteig und langer Teigruhe – für maximalen Geschmack und beste Bekömmlichkeit. „Die KI hat uns auf Ideen gebracht, auf die wir allein nie gekommen wären. Am Ende bleibt das Brot aber ein echtes Handwerksprodukt – von Hand geformt, gebacken und mit Herz serviert“, sagt Alexander Huck, geschäftsführender Gesellschafter in dritter Generation der Bäckerei aus Frankfurt-Rödelheim. „ChatBrot zeigt, dass Technik Handwerk nicht ersetzt, sondern erweitert. Für uns ist es ein Experiment, wie offen und mutig Handwerk sein kann“, ergänzt Gesellschafterin Tanja Huck.

 

Ein Brot, das mit seinen Kunden spricht

Innerhalb von zwei Tagen entwickelte das Team – unterstützt durch KI – nicht nur das Rezept, sondern auch die komplette Markenwelt: Verpackung, Website, Chatbot, QR-Codes, Social Media und sogar einen Telefonbot. Kund/innen können also nicht nur „ChatBrot“ essen, sondern auch mit ihm chatten, die Geschichte hinter dem Brot entdecken – und eigene Brotideen einreichen. Das „ChatBrot“ ist ab sofort in allen Huck-Filialen frisch erhältlich, teilt die Bäckerei mit, bald auch als Backmischung über den neuen Onlineshop. Damit kann das Brot auch weltweit genossen werden – alternativ wird es künftig als Backmischung oder halbgebackene Version verschickt.

 

Für den guten Zweck

Mit einem Teil der Erlöse fördern die Initiatoren Bildungsprojekte. Mit jedem verkauften „ChatBrot“ unterstützt die Bäckerei Projekte, die Medien- und KI-Kompetenz an Grundschulen vermitteln. So schließt sich der Kreis: Ein Brot, das nach Zukunft schmeckt – und Zukunft möglich macht. Weitere KI-Brote seien bereits in Planung, kündigt die Bäckerei Huck an.

Weitere Informationen zum „ChatBrot“ und die Möglichkeit, mit dem Brot selbst, bzw. der ChatBrot-KI via Telefon zu sprechen, finden sich auf der Projektwebsite.

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