Im Rahmen der Herbst-Konjunkturumfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks wurde auch eine Sonderumfrage zum Thema „Finanzierung und Nachhaltigkeit“ durchgeführt. Die Beteiligung war groß: Insgesamt 5.635 Betriebe gaben Auskunft über ihre Investitionen in Ressourceneffizienz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen sowie die dafür genutzten Finanzierungsinstrumente. Darüber hinaus lieferten sie Informationen über die von ihnen abgeforderten Nachhaltigkeitsinformationen und über die im Betrieb bereits vorhandenen Nachhaltigkeitsnachweise.
Maßnahmen werden meist mit Eigenmitteln finanziert
Das sind die zentralen Ergebnisse:
- Mehr als ein Fünftel der Handwerksbetriebe investierte in den 12 Monaten vor der Befragung in Maßnahmen, die auf Energie- und Ressourcenschonung ausgerichtet sind oder die Nachhaltigkeit der Betriebe verbessern. Eigenmittel sind die dominierende Quelle, um diese Maßnahmen zu finanzieren. Wenn externe Finanzierungen genutzt werden, handelt es sich vorrangig um Bankenfinanzierung, öffentliche Förderprogramme oder Leasing. Der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle ist weitgehend irrelevant.
- Nachhaltigkeitsinformationen werden überwiegend nur dann systematisch aufbereitet, wenn Dritte diese anfordern. Hintergrund ist der hohe bürokratische Aufwand, den Betriebe für die Datenerfassung betreiben müssen. Alarmierend ist der Anteil der Betriebe, die den Aufwand für die Zusammenstellung der geforderten Nachhaltigkeitsinformationen als nicht leistbar einschätzten und deshalb bereits einen Auftrag verloren haben bzw. bei denen ein Kreditvertrag nicht zustande kam.
- Der Vergleich zwischen der Anzahl der Betriebe, die in ressourcenschonende und nachhaltige Maßnahmen investiert haben und denen, die Aufforderungen zur Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformationen erhalten haben zeigt, dass Handwerksbetriebe auch dann in Nachhaltigkeit investieren, wenn sie keine ESG-Daten erheben.










